22.10.2012 | BNP Paribas Real Estate

Berlin-Investoren knacken 2-Milliarden-Euro-Grenze

Büroimmobilien verkauften sich in den ersten drei Quartalen am besten
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Berliner Investmentmarkt hat in den ersten drei Quartalen 2012 mit einem Volumen von 2,05 Milliarden Euro die 2-Milliarden-Euro-Grenze überschritten und damit das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um ein Drittel gesteigert. Dies zeigt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Damit muss die Hauptstadt im bundesweiten Vergleich nur noch München den Vortritt lassen, wo Immobilien für rund 2,12 Milliarden Euro gehandelt wurden. Mit einigem Abstand folgt Frankfurt mit rund 1,41 Milliarden Euro an dritter Stelle. Hinsichtlich der Anzahl der registrierten Transaktionen liegt Berlin jedoch unangefochten vorn.

Die Verteilung des Investitionsvolumens auf die Größenklassen ähnelt der des vergleichbaren Vorjahreszeitraums und spiegelt eine breit gefächerte Nachfrage wider. Am meisten Umsatz wurde erneut in der größten Kategorie ab 50 Millionen Euro registriert: 40 Prozent am Gesamtumsatz. Die Klasse zwischen zehn und 25 Millionen Euro folgt mit rund 25 Prozent an zweiter Stelle vor Immobilien zwischen 25 und 50 Millionen Euro, die mit 23 Prozent nur leicht niedriger liegen. Die kleinste Gruppe bis zehn Millionen Euro trägt rund zwölf Prozent zum Ergebnis bei.

Büros unangefochten vorn

Die bundesweite Dominanz der Büroinvestments wird auch auf dem Berliner Markt deutlich. Während im gleichen Zeitraum 2011 Einzelhandelsimmobilien noch beliebter waren, holten Bürogebäude in 2012 spürbar auf und liegen mittlerweile mit deutlichem Abstand vorn. Mehr als jeder zweite Euro wurde in diese Anlageklasse investiert (58,5 %).

Einzelhandelsobjekte kommen auf einen Anteil von 14 Prozent. Hotels steigerten ihren Beitrag auf elf Porzent. Der Anteil von Logistikimmobilien bewegt sich mit rund vier Prozent im Rahmen von 2011. Sonstige Immobilien, unter die unter anderem auch Entwicklungsgrundstücke kategorisiert werden, kommen auf knapp 13 Prozent.

Fokussierung auf zentrale Lagen

Mit Blick auf die Verteilung der Investments auf das Stadtgebiet wird die Fokussierung auf die zentralen Lagen deutlich. Knapp drei Viertel des Investitionsvolumens entfallen auf die Topcity und die City. Aber auch der Cityrand hat gegenüber 2011 zugelegt. Da in der Peripherie vorwiegend kleinere Abschlüsse getätigt wurden, ist deren Anteil deutlich gesunken und liegt aktuell bei knapp neun Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Investor, Investition

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