| PwC-Studie

Hotelmarkt: Berlin erreicht mit 76,4 Prozent neuen Rekord bei der Auslastung

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 120 neue Hotels eröffnet, weitere 193 Häuser sollen 2016 dazukommen.
Bild: Meyhome ⁄

Die europäischen Hotelmärkte wachsen weiter. Die Besucherzahl stieg 2015 verglichen zum Vorjahr um 29 Millionen auf 609 Millionen, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC zeigt. Der Hotelmarkt in Berlin erreichte mit 76,4 Prozent einen Rekordstand bei der Auslastung. Die höchsten Zimmerpreise seit 2001 verzeichnet Frankfurt am Main. Der durchschnittliche Zimmerpreis verteuerte sich 2015 um 6,2 Prozent auf 126 Euro.

Die Auslastung der Hotels erhöhte sich europaweit binnen Jahresfrist um mehr als zwei Prozent. Der durchschnittliche Zimmerpreis kletterte um acht Prozent, während die Erlöse je verfügbarem Zimmer um mehr als zehn Prozent zulegten.

Die hohe Nachfrage nach Hotelzimmern und das deutlich geringere Angebotswachstum rief verstärkt Hotelentwickler auf den Plan. Vor allem in Deutschland wurden im vergangenen Jahr 120 neue Hotels eröffnet, weitere 193 Häuser sollen 2016 dazukommen, womit sich die Zahl der verfügbaren Zimmer um 23.300 erhöht.

Der Trend in Deutschland geht dabei hin zu größeren Hotelketten, während kleinere, unabhängige Anbieter eher vom Markt verschwinden.

Berliner Zimmerumsätze legten deutlich zu

Die durchschnittlichen Zimmerumsätze in Berlin legten deutlich um 8,2 Prozent auf 71 Euro zu.
Laut PwC-Prognose wird für Berlin ein Wachstum der durchschnittlich erzielbaren Zimmererlöse von 3,1 Prozent für 2016 und 2,6 Prozent für 2017 erwartet.

In Berlin befinden sich derzeit 2.145 neue Hotelzimmer im Bau, weitere 1.258 Zimmer sind in der finalen Planung, wobei es sich dabei vorwiegend um Häuser der günstigen bis mittleren Preisklasse mit hohen Zimmerkapazitäten handelt.

Zimmerpreise in Frankfurt markieren neuen Höchststand

Die Hotel-Auslastung erreichte knapp 70 Prozent. Die durchschnittlichen Zimmererlöse wuchsen um 8,6 Prozent auf 88 Euro. Der Frankfurter Hotelmarkt, der vorwiegend an Werktagen von internationalen Geschäftsreisenden und Messegästen genutzt wird, dürfte 2016 und 2017 auf hohem Niveau moderat wachsen, lautet die PwC-Prognose.

Der durchschnittliche Zimmerpreis verteuerte sich 2015 um 6,2 Prozent auf 126 Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit 2001. In Planung oder im Bau befinden sich gut 2.800 Hotelzimmer.

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Schlagworte zum Thema:  Hotelimmobilie, Hotel

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