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Stiftung Warentest empfiehlt Immobilienkauf – unter Vorbehalt

In Bremen könnte sich der Immobilienkauf laut "Finanztest" noch lohnen
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Stiftung Warentest empfiehlt aufgrund der niedrigen Zinsen den Kauf von Immobilien abseits der Großstädte und in bestimmten Lagen der Metropolen. In Top-Lagen sollten Käufer generell vorsichtig sein, wie die Nachrichtenagentur dpa aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" zitiert: Hier könnten Investitionen mit einem Verlust enden, sollten die Preise nicht wie gedacht weiter steigen.

Die Lage einer Immobilie bestimmt laut "Finanztest" den Preis besonders stark. So könnten zwischen einer sehr guten und einer mittleren Lage in einigen Städten die Preise pro Quadratmeter um mehr als 1.000 Euro variieren - etwa in Hamburg. Das geht aus der Preis-Übersicht hervor, über die die "Finanztest" (Ausgabe 8/2016) berichtet.

Insgesamt wurden die Preise für Wohnungen in rund 50 Städten und Kreisen sowie für Häuser in rund 25 Gebieten verglichen. Das Ergebnis: In einigen Städten stiegen sie zwischen 2011 und 2015 extrem - etwa in Berlin für Eigentumswohnungen mit sehr guter Lage und Ausstattung um 44 Prozent oder in München um 40 Prozent.

Immobilien kaufen oder lieber doch nicht?

Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge versieht "Finanztest" Investitionen in den Großstädten mit einem generellen Warnhinweis. In den begehrten Vierteln vieler Großstädte rechne sich ein Kauf weder für Selbstnutzer noch für Vermieter - wenn die Preise nicht weiter stark stiegen.

In einigen Städten sei ein Kauf sinnvoll, wenn man sich anstatt in sehr guten auch in anderen Lagen umschaue. Als Beispiele führt die Redaktion unter anderem Bremen, Essen und Leipzig auf.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienkauf, Zinsen

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