Unveränderte Situation: Für Mieten in München müssen Wohnungssuchende am tiefsten in die Tasche greifen. Bild: Corbis

Die Neuvertragsmieten sind 2016 dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zufolge gegenüber 2015 um 4,9 Prozent auf durchschnittlich 7,65 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Besonders stark – um 6,3 Prozent auf 9,97 Euro pro Quadratmeter – zogen die Preise in den deutschen Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohnern an. München bleibt mit durchschnittlich 15,65 Euro pro Quadratmeter die teuerste Großstadt Deutschlands.

Im ersten Halbjahr 2016 hatte die Kaltmiete in München laut BBSR noch bei 15,52 Euro pro Quadratmeter gelegen. Auch rund um München, Frankfurt am Main und Stuttgart strahlen hohe Mieten besonders weit in den Pendlereinzugsbereich aus. In Metropolen wie Düsseldorf, Köln und Berlin reichen sie in der Regel hingegen nur ins engere Umland.

"Zuwanderung sowie Wohnungsengpässe in den wachsenden Großstädten führten im vergangenen Jahr zu weiter steigenden Mieten", sagt BBSR-Direktor Harald Herrmann.

In einigen deutschen Großstädten sollte laut Empirica eigentlich bald Schluss sein mit dem Mietpreisboom. Bulwiengesa hatte Einwände erhoben.

Und lag wohl richtig: Die Preise für erstmals vermietete Wohnungen stiegen gerade in den teuren Städten noch einmal deutlich: In München wurden erstmals vermietete Neubauwohnungen für durchschnittlich 17,50 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Freiburg im Breisgau, Stuttgart und Frankfurt am Main folgen mit durchschnittlichen Preisen zwischen 14 und 14,70 Euro pro Quadratmeter.

"Der Wettbewerb um knappes Bauland und damit verbundene hohe Grundstückspreise sorgen für einen zusätzlichen Auftrieb", so Herrmann.

Günstig bleiben die Angebotsmieten in ländlichen Kreisen abseits der Ballungsräume. Am wenigsten muss in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) und Wunsiedel (Bayern) gezahlt werden – durchschnittlich 4,30 Euro pro Quadratmeter.

Schlagworte zum Thema:  Miete, Wohnimmobilien

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