Für August meldet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ein Umsatzplus von 10,1 Prozent im Vergleich zum Juli. 97 Prozent der im Rahmen der Herbst-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) befragten Bauunternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge lag der Umsatz im August um 3,2 Prozent unter dem Vormonat. Grund sei das hohe Auftragsniveau.

93 Prozent der Befragten erwarten laut Hauptverband für die kommenden zwölf Monate eine bessere oder gleichbleibende Geschäftslage. Für 2018 erwartet der Hauptverband weiterhin ein Plus von 5,5 Prozent. Das sei unter anderem auf die gute Auftragslage zurückzuführen: Die Bauunternehmen meldeten für August im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Orderplus von nominal 4,6 Prozent, für den gesamten Zeitraum von Januar bis August ergibt sich ein Anstieg von 5,6 Prozent.

-> Baupreise steigen im Sommer so deutlich wie seit neun Jahren nicht

Die gute Entwicklung spiegelt sich allerdings nicht in dem vom Statistischen Bundesamt (Destatis) berechneten preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigten Auftragseingang wider: Er lag im August um 3,2 Prozent unter dem Vormonat. Dieser Rückgang sei dem hohen Auftragsniveau geschuldet. Im Dreimonatsvergleich (Juni bis August) sank das Volumen der Auftragseingänge Destatis zufolge gegenüber März bis Mai um 2,6 Prozent.

Jeder sechste Betrieb will Personalbestand ausbauen

Um die Aufträge auch in Zukunft zeitnah abarbeiten zu können, planen die Unternehmen, mehr Beschäftigte einzustellen: Im Rahmen der DIHK-Umfrage gab jeder sechste Baubetrieb an, seinen Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten aufzustocken.

-> Tarifverhandlungen: Mindestlohn wird ab Januar 2018 in zwei Schritten erhöht

78 Prozent der Befragten wollen ihren Personalbestand halten und nur sechs Prozent planen eine Einschränkung. Dem Hauptverband zufolge soll die Marke von 800.000 im Jahr 2018 überschritten werden, das sind 100.000 Beschäftigte mehr als zum Ende der Baukrise 2006.

Neben der Aufstockung des Personals planen die Bauunternehmen in den kommenden zwölf Monaten mehr Investitionen. Das gab jedes fünfte Unternehmen an. Nur jedes zehnte Unternehmen will die Investitionen einschränken.

-> Masterplan Bauen 4.0: Was Sie zur Implementierung von BIM wissen müssen

Schlagworte zum Thema:  Baugewerbe, Bauwirtschaft