14.05.2013 | ZDB

Bau bestätigt Umsatzprognose von zwei Prozent plus

Sorgenkind bleibt der öffentliche Hochbau
Bild: schubalu ⁄

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zeigen sich hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung am Bau optimistisch: Für das Gesamtjahr 2013 wird eine nominale Umsatzentwicklung von plus zwei Prozent prognostiziert.

"Wenn die gesamtwirtschaftliche Produktion weiter Fahrt aufnimmt, was die Frühjahrsprognose der Forschungsinstitute erwarten lässt, kann bei nachhaltig positiver Auftragsentwicklung die für das Gesamtjahr 2013 von unseren Verbänden prognostizierte nominale Umsatzentwicklung von + zwei Prozent noch erreicht werden", so die Verbandspräsidenten Prof. Thomas Bauer und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Allerdings waren die witterungsbedingten Behinderungen der Bautätigkeit im ersten Quartal 2013 deutlich ausgeprägter als in früheren Jahren. Im Wohnungsbau liegt der Umsatz per Februar noch um knapp fünf Prozent zurück, wogegen die Auftragsbestände ein Polster von mehr als sechs Prozent aus dem vergangenen Jahr aufweisen.

Auch die Baugenehmigungen lagen im Januar und Februar um 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Angesichts dieser Frühindikatoren halten die Verbände Umsatzerwartung für 2013 von 33,5 Milliarden Euro
aufrecht (= + 3,5 %). Die Umsatzentwicklung im Wirtschaftsbau hat per Februar bereits das Vorjahresniveau erreicht (-0,3 %).

Die Frühindikatoren im Wirtschaftshochbau weisen ebenfalls auf eine steigende Bauproduktion im Frühsommer hin: Die Auftragsbestände hatten hier zu Jahresbeginn ein Polster von + 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge haben seither für weiteren Nachschub gesorgt (+ 1,5 %). Die Baugenehmigungen halten insgesamt etwa das Vorjahrestempo. Der Wirtschaftstiefbau bleibt dagegen wie bereits 2012 unterhalb des Entwicklungsniveaus der Vorjahre.

"Daher wird der Wirtschaftsbau insgesamt auf einen Jahresumsatz von 34,5 Milliarden Euro (= + 1 %) kommen, so ZDB-Präsident Loewenstein. Am deutlichsten liegt der Umsatz im öffentlichen Bau zurück. Per Februar verzeichnete man hier einen Rückgang von 8,6 Prozent. Dabei steht der von der Witterung besonders betroffene Tiefbau noch mit - zehn Prozent tief in der Kreide. Dabei lagen die Auftragsbestände zu Jahresbeginn mit knapp 15 Prozent im Plus.

Der öffentliche Hochbau hingegen hat sich immer noch nicht gefangen. Die Auftragsbestände lagen zu Jahresbeginn noch unter dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge weisen per Februar einen Rückstand von 12,5 Prozent auf. Die für das Gesamtjahr erwartete Umsatzsteigerung im öffentlichen Bau von 1,5 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro wird vom Tiefbau getragen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienverband, Bauwirtschaft

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