Die Bauindustrie freut sich über ein gutes Jahr und deutlich mehr Wohnungsfertigstellungen als 2016 Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie rechnet für 2017 mit der Fertigstellung von 320.000 Wohnungen, darunter sind Neubauten und durch Umbau entstandene Wohnungen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden 2016 gerade einmal knapp 278.000 Wohnungen fertiggestellt. Aufträge und Umsatz sind den Bauunternehmen zufolge im ersten Halbjahr deutlich gestiegen: um 5,5 beziehungsweise 10,2 Prozent.

Damit erreichte der Umsatz einen neuen Rekord: Der Halbjahreswert ist dem Verband zufolge der höchste seit knapp 20 Jahren. Alleine für Juni meldete die Branche gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat ein deutliches Umsatzplus von 8,2 Prozent.

Bereits 2016 waren dem Statistischen Bundesamt zufolge 12,1 Prozent mehr Wohnungen fertiggestellt worden als 2015 und so viele wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Der Bundesverband BFW hatte jedoch gewarnt: Eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sei so weiterhin nicht in Sicht.

„Vom eigentlichen Neubaubedarf von 400.000 Wohnungen bleiben wir mit dieser geringen Dynamik auch künftig meilenweit entfernt" (BFW-Präsident Andreas Ibel).

Auch für das zweite Halbjahr ist die Branche optimistisch: 93 Prozent der Unternehmen erwarten für das Restjahr eine günstigere oder gleichbleibende Geschäftslage. Dass das Auftragsplus plus im Juni mit einem Prozent verhalten ausfiel, sei die Folge bereits erreichten hohen Niveaus: Im Juni 2016 wurde ein Plus von 22 Prozent ausgewiesen.

Der vom Statistischen Bundesamt berechnete preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigte Auftragseingang lag im Juni um 3,9 Prozent über dem Vormonat.

Schlagworte zum Thema:  Bauindustrie, Wohnungsbau, Wohnimmobilien

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