| Euler Hermes Studie

Baubranche: Insolvenzen gehen leicht zurück

Fast 17 Prozent aller Pleiten in Deutschland gingen auf das Konto der Baubranche
Bild: Destatis, Euler Hermes

Die Zuversicht im Bausektor sinkt laut der aktuellen Euler Hermes Branchenstudie. 2015 wird verglichen mit dem Vorjahr ein Zuwachs von nur noch zwei Prozent bei der Bruttoproduktion verzeichnet. Allerdings ist der Verschuldungsgrad niedrig. Euler Hermes geht davon aus, dass die Insolvenzen 2015 um drei Prozent rückläufig sein werden.

Fast 17 Prozent aller Pleiten in Deutschland gingen auf das Konto der Baubranche, so Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. 2015 geht er von rund 3.900 Insolvenzen aus (2014: knapp 4.000 Fälle).

Öffentlicher Wohnungsbau hemmt Branche

Treiber hinter der im europäischen Vergleich relativ guten Position der deutschen Baubranche ist vor allem der private Wohnungsbau und die Nachfrage im Immobilienmarkt. Nach Ansicht der Euler Hermes Ökonomen wird dieser Trend anhalten.

Wachstumshemmer sei der öffentliche Wohnungsbau, sagt Thomas Krings, Risikovorstand bei Euler Hermes. Für 2015 erwartet er im öffentlichen Sektor ein Plus von lediglich einem Prozent im Vergleich zu drei Prozent im privaten Wohnungsbau.

Verstärkt wird diese Tendenz durch demografische Entwicklungen. Das urbane Wachstum nimmt zu, Ballungsgebiete sind in den vergangenen Jahren um fast zehn Prozent gewachsen. Die Nettozuwanderung steigt nach derzeitigen Erwartungen ebenfalls um rund 13 Prozent pro Jahr – angesichts der aktuellen Flüchtlingszahlen eventuell stärker.

Schlagworte zum Thema:  Insolvenz, Bauunternehmen

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