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Die Geschäfte der Baubranche werden 2017 europaweit um rund drei Prozent zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt Euroconstruct, dem das ifo Institut angehört. Es ist der vierte Anstieg der Baunachfrage in Folge. Für die kommenden beiden Jahre prognostiziert das Forschungs- und Beratungsnetzwerk einen Zuwachs von 2,5 Prozent (2018) und zwei Prozent (2019).

2016 hatten die Bauleistungen in Europa im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zugenommen, wie Berechnungen des Forschungsnetzwerks Euroconstruct zeigten.

„Die Hauptgründe sind die robuste Erholung der europäischen Wirtschaft, die niedrigen Zinsen sowie die Gesundung der öffentlichen Haushalte“, sagt ifo-Baufachmann Ludwig Dorffmeister. Aktuell kommen die Impulse vor allem vom Wohnungsbau. Laut Euroconstruct wird auch der Tiefbau zulegen. Der Hochbau ohne Wohnungen werde bis 2019 zwar stetig, aber nur noch unterdurchschnittlich stark zunehmen.

Vor allem Polen, die Schweiz, aber auch Deutschland haben laut Dorffmeister in den vergangenen Jahren unter anderem von einer hohen Anziehungskraft auf Arbeitssuchende und Investoren profitiert. Deutschland ist dem jüngsten Deloitte-Report zufolge europaweit aktuell der größte und attraktivste Markt für Anbieter der Bauindustrie.

In Spanien befindet sich die Erholung jedoch erst im Anfangsstadium: Hier lag das Bauvolumen im vergangenen Jahr noch um fast 80 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2007. In Irland sowie in einigen Ländern Süd- und Osteuropas hatte die Finanz- und Wirtschaftskrise ebenfalls zu erheblichen Einbrüchen bei der Baunachfrage geführt.

Das ifo Institut ist das deutsche Gründungsmitglied von Euroconstruct, dem Forscher aus 15 west- und vier osteuropäischen Länder angehören.

Schlagworte zum Thema:  Bau, Neubau, Europa

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