| Verband der Bauindustrie Berlin-Brandenburg/BBU

Bauboom in Berlin verstärkt sich 2015

In Berlin hält der Wohnungsboom an
Bild: Karl-Heinz Liebisch ⁄

Der Wohnungsbau in Berlin zieht 2015 an, während er in Brandenburg stagniert, wie der Verband der Bauindustrie Berlin-Brandenburg mitteilt. Demnach wächst der Umsatz bei den Bauaufträgen um 4,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Dem Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen (BBU) zufolge wechseln Berliner Mieter nur noch alle 16 Jahre ihre Wohnung.

2003 kam dies noch alle elf Jahre vor. Besonders sesshaft sind Mieter in den begehrten Innenstadtlagen: Etwa in Kreuzberg wechseln diese nur noch alle 22 Jahre ihre Wohnung, halb so oft wie vor zehn Jahren. Ähnlich ist es in Mitte und Friedrichshain. Am häufigsten ziehen Mieter im Stadtteil Tiergarten um: alle zwölf Jahre.

Ein Grund für den Bauboom sind laut Verband der Bauindustrie Berlin-Brandenburg nach wie vor die niedrigen Zinsen. In Brandenburg stagniere der Wohnungsbau deshalb, weil Privatwirtschaft und Staat deutlich weniger bauten. 2014 werden die Unternehmen demnach 1,2 Prozent schlechter abschließen als im Vorjahr.

2015 werde der Umsatz um weitere 0,9 Prozent auf dann 6,46 Milliarden Euro sinken. Die Baubranche erwartet deutschlandweit für 2014 einen um 2,5 Prozent höheren Umsatz als in 2013.

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