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Banken sind stabile Nachfrager auf dem Büroflächenmarkt

Frankfurt gehört bei Banken zu den am besten belegten Big-5-Bürostandorten
Bild: Haufe Online Redaktion

Banken und Finanzdienstleister fragen traditionell in hohem Umfang Flächen nach. Unter den zehn nachfragestärksten Branchen ist ihre jährliche Flächennachfrage am stabilsten, wie eine Studie von Jones Lang LaSalle zeigt, und damit für Vermieter und Investoren am verlässlichsten.

Zwischen 2002 und 2011 lag der Flächenumsatz der Banken pro Jahr zwischen 186.000 Quadratmeter (2011) und 304.000 Quadratmeter (2006) - das ist die geringste Schwankungsbreite unter allen untersuchten Branchen. Derzeit hat die Bankenbranche in den fünf großen Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München (Big 5) etwas weniger als 150.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Eine Flächenkennziffer von 25 bis 30 Quadratmeter pro Mitarbeiter zu Grunde gelegt, ergibt dies einen belegten Büroflächenbestand von vier Millionen Quadratmetern. Im Zehnjahreszeitraum 2002 bis 2011 haben die Banken in den Big 5 Anmietungen in einer Größenordnung von 2,4 Millionen Quadratmetern getätigt. Damit wurden zirka 60 Prozent des eigenen Flächenbestands "bewegt", bislang ein sehr viel dynamischeres Verhalten als bei anderen Nutzergruppen.

Kosteneinsparungsprogramme werden merkliche Auswirkungen haben

Aber: Sinkende Gewinne und aktuelle Kosteneinsparungsprogramme werden merkliche Auswirkungen auf die Büroimmobilienmärkte auch in Deutschland haben. Es ist zu erwarten, dass die Flächennachfrage kurz- und mittelfristig auf einem unterdurchschnittlichen Niveau liegen und es per Saldo (aus Neuabnahme und Flächenaufgaben) zu keiner positiven Flächenabsorption aus der Finanzdienstleistungsbranche kommen wird.

"Darüber hinaus wird mittel- und langfristig eine spürbare Veränderung der Filialnetze der Banken zu beobachten sein", so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland. Der rasante Anstieg von Telefon-, Online- und Mobilbanking sorge dafür, dass die meisten entwickelten Märkte in Amerika und Europa mit Bankfilialen überbesetzt sind. Auf globaler Ebene geht das Unternehmen davon aus, dass rund 50 Prozent des bestehenden Filialnetzes in den entwickelten Ländern obsolet wird

Schlagworte zum Thema:  Bank, Büroflächen, Büromiete, Büroimmobilie

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