16.08.2012 | Immobilieninvestments

B- bis D-Standorte gewinnen bei Anlegern an Bedeutung

2011 haben B-Standorte ein Plus von 66 Prozent verzeichnet
Bild: Asset Profiler

Der deutsche Immobilienmarkt wird abseits der A-Standorte immer interessanter für Investoren. Neben B-Standorten bieten auch C- und D-Standorte noch Chancen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von BulwienGesa und der Online-Plattform für gewerbliche Investments, Asset Profiler.

Der gemeinsamen Marktuntersuchung zufolge nimmt die Bedeutung von B- bis D-Standorten kontinuierlich zu. Im Jahr 2011 haben B-Standorte mit einem Investmentvolumen von 4,13 Milliarden Euro ein Plus von 66 Prozent erlebt (Vorjahr: 2,48 Milliarden Euro). Am Gesamtvolumen stieg ihr Anteil von 13 auf 18 Prozent. Neben klassischen Büroobjekten und Geschäftshäusern wurden vor allem Handelsimmobilien nachgefragt.

Handelsobjekte im Zentrum des Interesses

Die C-Standorte legten ebenfalls zu und steigerten ihren Anteil am Gesamtvolumen von 6,6 Prozent im Jahr 2010 auf 7,2 Prozent in 2011. Auch hier standen Handelsobjekte im Zentrum des Investoreninteresses. An deutschen D-Standorten wurde im Jahr 2011 mit 2,47 Milliarden Euro Investmentvolumen ebenfalls mehr umgesetzt als im Vorjahr. Der Anteil am Gesamtvolumen stieg von 7,5 Prozent in 2010 auf 10,8 Prozent im Jahr 2011.

Die Zunahme der Investments an B- bis D-Standorten hängt mit dem sinkenden Angebot an Core-Objekten in den deutschen A-Metropolen zusammen. Die Preisentwicklung und Angebotsverknappung führt zu einem Ausweichen auf die weniger populären Immobilienstandorte.

Private und Family Offices investieren verstärkt in Immobilien

Unter den aktiven Immobilieninvestoren sind die Privaten eine wachsende Gruppe. Bei Gewerbeimmobilien entfiel im Jahr 2011 ein Transaktionsvolumen von 1,7 Milliarden Euro auf diese Investorengruppe, was einer Steigerung um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet (2010: 1,2 Milliarden Euro). Gemessen am gesamten Transaktionsvolumen im Gewerbeimmobiliensegment in Höhe von 23 Milliarden Euro bilden die privaten Investoren zwar eine kleine Gruppe. Allerdings sind sie insbesondere an Deals zwischen fünf und 15 Millionen Euro beteiligt, die an B- bis D-Standorten oft sehr übliche Größen sind.

Schlagworte zum Thema:  Immobilieninvestition, Handelsimmobilien

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