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Ausschuss für Finanzstabilität: Keine Preisblase für Immobilien

Eine Immobilienblase droht derzeit laut dem Ausschuss für Finanzstabilität nicht.
Bild: Gisela Peter ⁄

Der Ausschuss für Finanzstabilität sieht trotz niedrigem Zinsniveau derzeit keine Anzeichen für eine Immobilienblase. Dafür erkennt das Gremium Risiken durch die bisher kaum regulierten Schattenbanken.

Bisher sei noch keine Spirale aus Preiserhöhungen, steigender Verschuldung und Lockerung der Kreditbedingungen festzustellen, schreiben die Stabilitätswächter in ihrem ersten Bericht an den Bundestag. Der Ausschuss werde die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts jedoch weiterhin sorgfältig beobachten. Dem Gremium gehören die Spitzen des Finanzministeriums, der Bundesbank und der Aufsicht Bafin an. Damit soll früher und schlagkräftiger auf Fehlentwicklungen reagiert werden. 

In dem am Mittwoch in Berlin bekanntgewordenen Jahresbericht für den Zeitraum bis Ende März 2014 verweist der Ausschuss auf „eine Reihe akuter und latenter Risiken“. Dazu gehöre auch die international „zunehmende Bedeutung von Schattenbanken“. Hinzu kämen Ausfall- und Ansteckungsrisiken aus der europäischen Schuldenkrise. Das Niedrigzinsumfeld verschärfe auch die Ertragsschwäche von Banken. „Großzügige finanzielle Rahmenbedingungen können generell den Nährboden für den Aufbau von Finanzstabilitätsrisiken am Wohnimmobilienmarkt bilden“, stellt der 2013 gestartete Ausschuss fest. Günstige Finanzierungsbedingungen und die gute Konjunktur hätten zu dynamischen Preissteigerungen beigetragen.

Die seit 2010 in Städten zu beobachtende allgemeine Preisdynamik habe sich verfestigt, aber nicht weiter beschleunigt,  heißt es weiter. Das Wachstum der Wohnungsbaukredite an Privathaushalte habe sich ähnlich moderat entwickelt wie das der Immobilienkredite an inländische Unternehmen. Insgesamt gebe es noch keine destabilisierende Dynamik.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienblase

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