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Ausländische Investoren setzen auf deutsche Logistikimmobilien

Portfoliodeals waren 2013 besonders gefragt
Bild: Haufe Online Redaktion

Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien hat 2013 mit 2,23 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 31 Prozent notiert. Der Fünfjahresschnitt wurde sogar um 76 Prozent übertroffen. Ausländische Investoren kommen mit 1,2 Milliarden Euro auf einen Anteil von 55 Prozent.

Ursächlich für den deutlichen Zuwachs im Transaktionsvolumen ist die Zunahme der Portfolioabschlüsse. Während das Volumen der Einzeltransaktionen mit 1,16 Milliarden Euro nahezu stabil geblieben ist (2012: 1,18 Milliarden Euro), hat sich das Portfoliovolumen verdoppelt: von 520 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 1,07 Milliarden Euro im Jahr 2013.

Ausländische Investoren kaufen noch mehr als im Jahr zuvor

Waren die deutschen Investoren 2012 mit einem Anteil von 55 Prozent noch die größere Nachfragergruppe, hat sich das Bild 2013 gedreht. In keiner anderen gewerblichen Anlageklasse übersteigt das durch Ausländer investierte Kapital das von einheimischen Käufern. Über alle gewerblichen Klassen hinweg lag der Anteil ausländischer Investoren bei einem Drittel.

Auf Käuferseite wurde durch die Asset und Fonds Manager das meiste Kapital eingesetzt (610 Millionen Euro, 27 Prozent). Zusammen mit drei weiteren Investorengruppen, allesamt mit einem Anteil in zweistelligem Prozentbereich, den Banken/Versicherungen/Pensionsfonds (13 Prozent), Immobilien AGs/REITs (12 Prozent) und den Spezialfonds (10 Prozent) erreichten sie 62 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens.

Als traditionell stärkste Verkäufer konnten Projektentwickler Neubauten in einer Größenordnung von rund 520 Millionen Euro (Anteil von 23 Prozent am Gesamtvolumen) veräußern. Mit einem Anteil von 19 Prozent (ca. 420 Millionen Euro) folgen die Asset und Fonds Manager und die Corporates (18 Prozent, ca. 390 Millionen Euro).

Deutliche Erhöhung der Risikobereitschaft

Zwar bleiben Core-Investments das von den Investoren am meisten gesuchte Anlageprodukt. Mangels Produktverfügbarkeit wird auch abseits des Top-Segments investiert. 47 Prozent des Transaktionsvolumens floss 2013 in das Core+-Segment, nur 36 Prozent wurde im Core-Segment investiert. Dieses Verhältnis hat sich binnen eines Jahres umgekehrt: 2012 noch waren 55 Prozent für Core und 29 Prozent für Core+ zu verbuchen.

Schlagworte zum Thema:  Logistikimmobilie, Logistikfläche

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