07.07.2015 | CBRE

72 Prozent der Investments am deutschen Logistikmarkt stammen aus dem Ausland

Ausländische Investoren weiterhin interessiert an deutschen Logistikimmobilien
Bild: Haufe Online Redaktion

Im ersten Halbjahr 2015 wurden am deutschen Lager- und Logistikimmobilienmarkt einer Analyse des Immobilienberaters CBRE zufolge rund 1,4 Milliarden Euro investiert. Mit rund 72 Prozent gingen knapp drei Viertel des gesamten Investmentvolumens auf Mittelzuflüsse aus dem Ausland zurück (plus 2,2 Prozent zum Vorjahresvergleich).

Aufgrund des zweitbesten Quartalsergebnisses seit Aufzeichnungsbeginn mit knapp 990 Millionen Euro liegt der Transaktionsumsatz nach einem verhaltenen Jahresauftakt nur ein Fünftel unter dem außergewöhnlichen Vorjahresergebnis. Damit steigt der relative Anteil der Assetklasse am gesamten gewerblichen Transaktionsvolumen um 1,3-Prozentpunkte auf aktuell sechs Prozent, wie CBRE ermittelte.

Vor allem sehr großvolumige Portfoliotransaktionen sorgten für einen Anstieg des Transaktionsvolumens von knapp 119 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten und zeigten eine deutlich dynamische Investmenttätigkeit.

Ungebrochen hohes Interesse ausländischer Investoren

Von den zehn größten Transaktionen wurden neun von ausländischen Investoren getätigt, darunter die von CBRE begleiteten Verkäufe des Shine-Portfolios sowie eines Logistikzentrums in Worms an einen asiatischen Investor. Besonders angelsächsische Investoren aus Australien, den USA sowie dem Vereinigten Königreich dominierten den Markt für Logistikinvestments. Mit insgesamt mehr als 690 Millionen Euro oder rund 48 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens für Lager- und Logistikimmobilien ist das Interesse hier ungebrochen hoch (1. Halbjahr 2014: 875 Millionen Euro).

Portfolioquote steigt wieder

Insgesamt summierte sich das auf Portfoliotransaktionen entfallende Investmentvolumen auf 540 Millionen Euro. Durch den Kauf von sehr großvolumigen Portfolios, besonders von angelsächsischen aber auch verstärkt asiatischen Investoren, hat sich die Portfolioquote zum Halbjahr im Vergleich zum Jahresauftakt um 18 Prozentpunkte auf über 37 Prozent erhöht (1. Halbjahr 2014: 53 Prozent). Das Gros des Transaktionsvolumens konnte jedoch durch Käufe von Einzelassets realisiert werden, die mit einem Anteil von 63 Prozent am Gesamtvolumen weiterhin den Investmentmarkt bestimmen.

Steigende Risikoneigung

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Logistikimmobilien aus dem In- und Ausland sorgte im bisherigen Jahresverlauf für weiter sinkende Netto-Spitzenrenditen. Entsprechend gaben die Immobilienrenditen für erstklassige Core-Produkte auch im zweiten Quartal um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent binnen drei Monaten weiter nach.

Die Netto-Spitzenrenditen für erstklassige Logistikobjekte mit moderner Ausstattungsqualität an etablierten Standorten liegen gegenüber den Top-Objekten des Büro- und Einzelhandelssegment wie beispielsweise in München etwa 160 oder 200 Basispunkte höher.

CBRE erwartet, dass sich die Investmentdynamik des deutschen Logistikinvestmentmarkts aufgrund der positiven wirtschaftlichen Perspektive und der anhaltend hohen Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen im zweiten Halbjahr weiter fortsetzen wird.

Weitere interessante Marktanalysen zum deutschen Logistikmarkt:

JLL: Am deutschen Logistikmarkt wurden 2014 3,6 Milliarden Euro investiert

Savills: Investitionsvolumen in Europa steigt um fünf bis zehn Prozent

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Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Logistikimmobilie

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