04.05.2016 | EY Real Estate/Triuva

Asset Management: Weitere Konsolidierungen erwartet

Studie: Weitere Konsolidierungen sind zu erwarten, doch fehlt im Rahmen der Zukäufe oft eine klare Vision der Zusammenarbeit
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Nachfrage nach professionellen Asset-Management-Leistungen ist laut einer Studie von Ernst & Young (EY) Real Estate und der Kapitalverwaltungsgesellschaft Triuva nach wie vor hoch. Für fast 90 Prozent der Unternehmen ist die Qualität des Asset Managers dabei wichtiger als die Kostenkomponente. Auch weitere Konsolidierungen sind der Studie zufolge aufgrund der hohen Nachfrage zu erwarten.

Insgesamt 45 Unternehmen haben ihre Markteinschätzung zum Thema Asset Management abgegeben. Die Befragten verwalten mehrheitlich Büro- und Handelsimmobilien, gefolgt von Logistik- und Industriegebäuden.

Fokussierung und Outsourcing

Unternehmen, die sich auf eine Immobiliennutzungsart oder eine Region spezialisieren, werden die besseren Zukunftschancen zugeschrieben als Generalisten. Da das Geschäft immer komplexer wird, werden gerade von kleinen und mittleren Unternehmen Teilaufgaben zunehmend ausgelagert werden müssen.

Rund 80 Prozent der Befragten bestätigen, dass der Spezialisierungsgrad von Asset-Management-Dienstleistungen in Bezug auf die Nutzungsklassen zunehmen wird.

Organisches Wachstum ist begrenzt

"Personelle Ressourcen und der Mangel an Opportunitäten erschweren den Geschäftsausbau im Asset Management", sagt Dietmar Fischer, Partner bei EY Real Estate. Demzufolge seien Zukäufe oft die einzige Möglichkeit, um der steigenden Nachfrage und den höheren Anforderungen gerecht werden zu können.

80 Prozent der Asset Manager würden der Studie zufolge lieber organisch wachsen, während M&A-Strategien nur bei 20 Prozent beliebt sind. Dennoch habe jeder dritte Befragte im Jahr 2015 mindestens ein konkretes Kauf- beziehungsweise Übernahmeangebot erhalten.

Konsolidierungen sind zu erwarten

Weitere Konsolidierungen sind laut Studie zu erwarten. Im Rahmen der Zukäufe fehle aber oft eine klare Vision der Zusammenarbeit, davon gehen rund 50 Prozent der Befragten aus. Ebenfalls rund 50 Prozent sehen in der fehlenden internen Kommunikation einen der am häufigsten vernachlässigten Erfolgsfaktoren.

Drei Viertel der Befragten kennen den Asset-Management-Leistungskatalog der RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors). "Es hat erfreuliche Fortschritte gegeben bei der Frage, was genau eigentlich Asset Management ist", sagt Fischer. Die Abgrenzung zu anderen Disziplinen wie zum Beispiel Property Management sei heute klarer als noch vor wenigen Jahren. Das Wissen werde aber noch immer nicht ausreichend in die Praxis übersetzt.

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Schlagworte zum Thema:  Studie, Asset Management

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