24.09.2014 | JLL

Neuanmietungen durch Kanzleien gehen um 23 Prozent zurück

In München wurden die meisten neuen Flächen angemietet
Bild: sirknippsalot ⁄

Von den zehn teuersten Vermietungen in den sieben deutschen Bürohochburgen wurden im ersten Halbjahr 2014 vier von Anwaltskanzleien getätigt. Dabei fiel der Flächenumsatz mit knapp 50.000 Quadratmetern um 23 Prozent niedriger aus als in den ersten sechs Monaten 2013, wie JLL ermittelte. Die meisten Neuanmietungen verzeichnete München mit 14.800 Quadratmetern.

Analysiert wurden die Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Das höchste Neuanmietungsvolumen durch Kanzleien wurde in München registriert (14.800 Quadratmeter), gefolgt von Hamburg (7.800 Quadratmeter) und Stuttgart (7.000 Quadratmeter). Im Jahr 2013 wurden JLL zufolge insgesamt 144.500 Quadratmeter Büros in den Top 7 angemietet.

Der Umsatzrückgang ist ausschließlich auf das Ausbleiben größerer Anmietungen zurückzuführen. Denn die Anzahl der Abschlüsse betrug in den letzten Monaten des Jahres mit zirka 100 genauso viel wie im ersten Halbjahr 2013. Großanmietungen von 5.000 Quadratmetern und mehr fehlten aufgrund eines begrenzten Angebots komplett.

Der Start in die zweite Jahreshälfte 2014 war erfreulich mit größeren Anmietungen etwa in
Frankfurt durch die internationale Anwaltskanzlei Bird & Bird, die sich für rund 3.000 Quadratmeter Bürofläche in der Projektentwicklung Marienbogen in der Bankenlage entschieden hat. Oder in Berlin, wo die Wirtschaftskanzlei Görg mehr als 5.000 Quadratmeter im Hochhaus "Upper West" im Central Business District Charlottenburg Anfang 2017 beziehen wird.

Jeder zweite durch Kanzleien angemietete Quadratmeter lag im CBD einer Stadt. Über alle Branchen hinweg beträgt der CBD-Anteil gerade einmal 16 Prozent. Insgesamt liegt der Fokus der Branche auf sehr gut ausgestattete Flächen. Mit 71 Prozent liegt der Wert deutlich über
dem Gesamtschnitt von 56 Prozent. Die Qualität und insbesondere Flächeneffizienz neuer Gebäude ermöglicht es Kanzleien, zirka zehn bis 20 Prozent weniger Flächen anzumieten als in einem alten Gebäude, ohne ihre Arbeitsplatzkonzepte verändern zu müssen.

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