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Umsatz mit deutschen Handelsimmobilien steigt auf 8,1 Milliarden Euro

Fachmärkte machten 2013 zwei Drittel des Umsatzes aus
Bild: SGBD Deutschland GmbH

Anleger haben 2013 rund 8,1 Milliarden Euro in deutsche Handelsimmobilien investiert. Das sind knapp drei Prozent mehr als im Vorjahr (2012: 7,9 Mrd. Euro). Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Jones Lang LaSalle. Fachmärkte erweisen sich dabei mit einem Gesamtvolumen von knapp 2,9 Milliarden Euro als stärkste Anlageklasse.

Shopping-Center liegen mit einem Volumen von rund 2,8 Milliarden Euro (2012: 3,0 Mrd. Euro) fast gleichauf. Die Kategorien Geschäftshäuser und Warenhäuser komplettieren mit rund 1,8 beziehungsweise 0,7 Milliarden Euro das Transaktionsvolumen. Inländische Akteure dominieren auf der Käufer- und Verkäuferseite das Marktgeschehen.

Mit einem Transaktionsvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro war das vierte Quartal das stärkste des Jahres 2013. Der Jahresverlauf brachte 17 Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich. Bei den Metropolen erzielte Berlin (900 Mio. Euro) vor Hamburg (590 Mio. Euro), Düsseldorf (490 Mio. Euro) und Frankfurt (480 Mio. Euro) das höchste Investitionsvolumen.

Fachmärkte: Transaktionsvolumen um zwei Drittel gestiegen

Fachmarktprodukte übertrafen das bisherige Rekordjahr 2011 mit knapp 2,5 Milliarden Euro deutlich. Fast 2,9 Milliarden Euro Investitionsvolumen markieren ein 5-Jahres-Hoch. Das stark limitierte Angebot an geeigneten Fachmarktprodukten sorgt derzeit für einen ausgeprägten Nachfrageüberhang. Laut Jones Lang LaSalle haben einzelne Fachmärkte ihren Anteil am gesamten Einzelhandels-Transaktionsvolumen 2013 gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Insgesamt wurden knapp 1,3 Milliarden Euro in diese Immobilienklasse investiert (2012: 0,4 Mrd. Euro). Große Fachmarktzentren bleiben mit rund 0,9 Milliarden Euro knapp hinter dem Vorjahreswert (1,2 Mrd. Euro) zurück.

Starke Zuwächse verzeichnet der Bereich Supermärkte / Discounter mit einem Transaktionsvolumen von 0,6 Milliarden Euro (2012: 142 Mio. Euro). Mit acht Prozent erzielt der Teilbereich einen ungewöhnlich hohen Anteil am gesamten Handelsimmobilien-Volumen.

Shopping-Center: Vorjahresergebnis mit starkem Schlussspurt fast eingestellt

Shopping Center haben im vierten Quartal nochmals deutlich zugelegt. Im Gesamtjahr 2013 beläuft sich das Transaktionsvolumen auf rund 2,8 Milliarden Euro und der Vorjahreswert mit 3,0 Milliarden Euro konnte annähernd eingestellt werden. Nach einem Anteil von fast 40 Prozent in 2012 wurde 2013 mehr als jeder dritte in Handelsimmobilien investierte Euro in Shopping-Center angelegt.

Geschäftshäuser in innerstädtischen 1a-Lagen sind weiter stark gefragt. Für 2013 beziffert Jones
Lang LaSalle das Transaktionsvolumen auf rund 1,8 Milliarden Euro. Damit macht die Kategorie mehr als ein Fünftel des Transaktionsvolumens aus. Im Vorjahreszeitraum hatte das Transaktionsvolumen noch bei knapp 1,3 Milliarden Euro und einem Anteil von 16 Prozent gelegen. Warenhäuser bleiben mit einem Transaktionsvolumen von rund 0,7 Milliarden Euro deutlich hinter dem Vorjahresniveau (1,7 Mrd. Euro) zurück. Insgesamt steht die Anlagekategorie für neun Prozent (2012: 22 Prozent) des Transaktionsvolumens.

Inländische Investoren bestimmen das Marktgeschehen
Inländische Investoren bestimmten 2013 mit einem über 70-prozentigen Anteil am Gesamtvolumen das Marktgeschehen. An den zehn größten Transaktionen des Jahres waren nur drei ausländische Käufer beteiligt. 2012 war das Verhältnis von in- zu ausländischen Investoren noch nahezu ausgeglichen.

Auf der Verkäuferseite zeigt sich ein ähnliches Bild: Über 60 Prozent des Volumens wurde von inländischen Akteuren veräußert. Per Saldo haben ausländische Investoren damit desinvestiert und ihren deutschen Handelsimmobilien-Bestand um rund 700 Millionen Euro reduziert.

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