17.08.2012 | Jones Lang LaSalle

Anleger investieren deutlich weniger in Handelsimmobilien

Laut JLL wären Investoren auch mit B-Städten wie hier Offenburg gut beraten
Bild: Comfort

Der Investmentmarkt für Handelsimmobilien bleibt im 1. Halbjahr mit einem Transaktionsvolumen von rund 2,86 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von rund sechs Milliarden Euro. Neben Shopping-Centern sind Top-Einkaufsstraßen gefragt, wie Jones Lang LaSalle mitteilt.

Bei einer nach wie vor sehr starken Nachfrage ist das fehlende Angebot geeigneter Objekte der Auslöser für diesen Befund. Die Beteiligung von Unibail Rodamco an der Essener mfi AG hat noch zu einem Anstieg der Volumina im Verlauf der ersten beiden Quartale beigetragen. Einzelhandelsimmobilien steigerten dadurch ihren Anteil am insgesamt leicht rückläufigen Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumen. Rund die Hälfte des Transaktionsvolumens im ersten Halbjahr entfällt auf internationale Investoren.

Anhaltende Fokussierung auf Core-Immobilien

„Angesichts der anhaltenden Fokussierung der Investoren auf makellose Core-Immobilien ist das im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Transaktionsvolumen nicht verwunderlich", sagt Jörg Ritter, Leiter Investment & Vermietung Einzelhandel Deutschland bei Jones Lang LaSalle (JLL).

Shopping-Center bleiben wichtigste Anlagekategorie

Shopping-Center bleiben mit einem bis Ende Juni aufgelaufenen Volumen von knapp 1,5 Milliarden Euro die mit Abstand wichtigste Anlagekategorie. Mehr als jeder zweite in Handelsimmobilien investierte Euro entfällt auf Center. Im Vorjahreszeitraum hatte das Volumen bei rund zwei Milliarden Euro gelegen. Die Idealvorstellung der meisten internationalen Investoren sind Shopping-Center mit mehr als 50.000 Quadratmetern Fläche in den Top 5-Städten.

Geschäftshäuser in 1a-Lagen zweitstärkste Anlageklasse

Geschäftshäuser in innerstädtischen 1a-Lagen bleiben die zweitstärkste Anlageklasse. Im ersten Halbjahr liegt das Transaktionsvolumen bei rund 500 Millionen Euro. Auch hier kann das hohe Vorjahresniveau von 950 Millionen Euro mangels Angebot nicht wiederholt werden. Aus Sicht von Jones Lang LaSalle würde eine Rückbesinnung auf die Stärken der B-Städte interessante Investmentchancen eröffnen. Anders als im laufenden Jahr wurden 2010 und 2011 rund drei Viertel aller Transaktionen in Städten außerhalb der BIG 7 getätigt.

Fachmarktprodukte überzeugen durch große Zentren

Bei den Fachmarktprodukten überzeugen im bisherigen Jahresverlauf vor allem die großen Zentren. Deren Transaktionsvolumen liegt im ersten Halbjahr mit rund 465 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau. Bei stabilen Preisen dürften Fachmarktzentren auch im Gesamtjahr 2012 die drittstärkste Handelsimmobilienkategorie bleiben.

Schlagworte zum Thema:  Handelsimmobilien, Investor

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