Angst vor No-Deal-Brexit: Britische Immobilienpreise fallen

Dass die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit unter dem neuen Premierminister Boris Johnson gestiegen ist, hat Auswirkungen auf die Immobilienpreise: Laut einer Marktanalyse des Berufsverbandes RICS fallen die Preise in Großbritannien. Umgekehrt werden Mietobjekte knapp.

Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hat die Immobilienpreise vor dem Hintergrund des nahenden Brexits untersucht. Demnach ist in den vergangenen drei Monaten der durchschnittliche Preis für ein Haus in England um etwa 600 Pfund (ungefähr 650 Euro) gefallen und liegt nun bei 236.120 Pfund (256.171 Euro). Aufgrund der Unsicherheit angesichts eines möglichen No-Deal-Brexit schreckten die Briten momentan davor zurück, Immobilien zu kaufen oder zu verkaufen. Einen umgekehrten Trend verzeichnet RICS für Schottland, Wales und Nordirland: Dort seien die Preise leicht angestiegen.

Kaufpreise gehen zurück, Mieten steigen

RICS hat Gutachter auch nach ihrer Prognose für das zweite Halbjahr 2019 befragt. Ihnen zufolge werden die Preise noch weiter sinken.

Statt Immobilien zu kaufen, mieteten die Briten in den unsicheren Zeiten lieber eine Wohnung. RICS zufolge könnten in den kommenden Monaten die Mieten in Großbritannien dadurch steigen. Die Nachfrage nach Mietobjekten sei im Juli 2019 auf den höchsten Stand seit 2016 geklettert, wobei das Angebot immer weiter sinke.


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