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Altersgerechte Wohnungen könnten Haushalte um 5,2 Milliarden Euro entlasten

Zum altersgerechten Umbau einer Wohnung gehört ein barrierefreies Bad.
Bild: Blome

Durch den altersgerechten Umbau von Wohnungen könnten jährlich 5,2 Milliarden Euro eingespart werden. Das geht aus einer vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hervor.

Davon entfielen 2,2 Milliarden Euro auf die privaten Haushalte und drei Milliarden Euro auf die staatlichen Träger der Pflegeversicherung und der Sozialhilfe, heißt es in der Untersuchung.

Die Prognos AG hat aktuell verfügbare Daten sowie Ergebnisse des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" ausgewertet und potenzielle Effekte einer flächendeckenden Versorgung mit altersgerechten Wohnungen für die öffentlichen und privaten Haushalte ermittelt. Nach den Berechnungen der Forscher hätte der Heimeintritt von etwa 15 Prozent der Pflegebedürftigen verhindert werden können, wenn im Jahr 2012 alle ambulant versorgten Pflegebedürftigen in einer altersgerechten Wohnung gelebt hätten. Die Zahl der stationär versorgten Personen wäre damit von 735.000 auf etwa 473.000 gesunken. Bis zum Jahr 2030 wird das Einsparpotenzial durch altersgerechten Umbau der Studie zufolge auf bis zu 7,5 Milliarden Euro pro Jahr steigen.

Das BMUB wird 2014 die Zuschussförderung mit einem KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" erneut einführen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat für die Neuauflage des Programms Mittel in Höhe von 54 Millionen Euro bis 2018 bewilligt.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Barrierefreiheit

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