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96 Prozent der Assekuranz sieht Investmentpotenzial an B-Standorten

Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche Versicherer sehen für das Jahr 2014 ein hohes Potenzial für Immobilienanlagen an den B-Standorten. 96 Prozent der von Ernst & Young Real Estate für das Trendbarometer befragten Unternehmen sind überzeugt, dass dort die Nachfrage aufgrund attraktiver Renditen und eines rückläufigen Angebots in den Metropolregionen weiter steigen wird.

"Die deutschen Versicherer erweitern ihren Investmentfokus und reagieren damit auf eine Konkurrenzsituation in den Topstandorten, die sich zuletzt immer weiter verschärft hat", so Dietmar Fischer, Partner bei der Ernst & Young Real Estate GmbH. 82 Prozent der Befragten geben an, dass der Verdrängungswettbewerb durch internationale Investoren spürbar verstärkt wird.

Auf durchschnittlich 7,7 Prozent wollen die befragten Unternehmen ihre Immobilienquote bis Ende 2014 steigern, aktuell liegt sie noch bei rund 7,3 Prozent. Als weitere Investmentmotive gaben die Befragten neben fehlenden Anlagealternativen die Portfoliodiversifikation und damit einhergehend eine nachhaltige Optimierung des Risiko-Rendite-Profils an.

Durchschnittlich plant jedes befragte Unternehmen 168 Millionen Euro direkt in Immobilien zu investieren, weitere 116 Millionen Euro sollen indirekt investiert werden. Allerdings erwarten die Befragten sinkende Renditen. Gingen die Versicherer im Jahr 2013 noch von einer Rendite in Höhe von 4,9 Prozent für Direktinvestments beziehungsweise von 5,5 Prozent für indirekte Investments aus, rechnen sie inzwischen mit 4,4 beziehungsweise fünf Prozent.

Projektentwicklungen weiterhin attraktiv

41 Prozent der Befragten planen 2014 Investments in Projektentwicklungen. Damit bleibt diese Anlageform hinter dem fremdgenutzten Direktbestand (59 Prozent) die zweitbeliebteste Investmentklasse. Deutlich in der Gunst gesunken sind die offenen Immobilienspezialfonds nach deutschem Recht (33 Prozent; 2013: 58 Prozent) sowie offene Immobilienfonds nach ausländischem Recht (37 Prozent, 2013: 46 Prozent).

Einzelhandel beliebtestes Investitionssegment

Das Einzelhandelssegment wurde auch 2014 zum beliebtesten Investitionssegment der deutschen Versicherer gekürt. 81 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, in diesem Jahr in diese Nutzungsart investieren zu wollen.

Dagegen haben Büroimmobilien an Attraktivität verloren. 63 Prozent wollen hier aktuell investieren, 2013 planten dies noch mehr als drei Viertel der Versicherungsunternehmen. Auch Wohnimmobilien sind etwas aus dem Fokus gerückt. Planten 2013 noch 74 Prozent der befragten Unternehmen, Käufe in dieser Nutzungsart zu tätigen, waren es 2014 nur noch 59 Prozent. Die Hälfte der Befragten davon aus, dass sich die Mietpreisbremse hemmend auf Wohnungsinvestments auswirken könnte.

Interesse an US-Investments sinkt

Deutschland bleibt das beliebteste Investitionsziel der Befragten. 85 Prozent wollen im laufenden Jahr in der Bundesrepublik Immobilien kaufen (2013: 91 Prozent). Investments im europäischen Ausland in der Risikoallokation Core oder Core+ stehen bei 56 Prozent der Befragten auf der Agenda (2013: 57 Prozent). Nordamerika steht hingegen nur noch bei jedem dritten Befragten auf der Einkaufsliste.

In Bezug auf alternative Investitionsvehikel stehen Immobilienfinanzierungen bei mehr als der Hälfte der Befragten in der Gunst, sie planen diesbezüglich ihre Aktivitäten auszubauen. Immobilienaktien stellen mit einem Zustimmungswert von nur 21 Prozent keine Alternative dar, um das knappe Angebot an Topobjekten auszugleichen.

Risikobereitschaft nimmt ab

Auch im Jahr 2014 bleibt das Interesse der befragten Unternehmen an Core-Objekten hoch. Wie im Vorjahr wollen rund 90 Prozent in dieser Risikoklasse investieren.

Rückläufig ist hingegen das Interesse an Value-Added-Investitionen (42 Prozent, 2013: 45 Prozent) sowie Investments im Bereich Opportunistic mit 4 Prozent nach 18 Prozent 2013.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Versicherungsunternehmen

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