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87 Prozent der Mieter können sich ihre Wohnung gut leisten

Ein Großteil der Mieter ist mit der Mietsituation zufrieden
Bild: Michael Bamberger

Durch steigende Mieten entsteht ein bedenkliches Bild der Marktentwicklung. Laut einer Studie von ImmobilienScout24 und dem Wohnungsverband GdW sind jedoch mehr als 70 Prozent der Befragten mit ihrem Mietpreis zufrieden, 20 Prozent sehr. 87 Prozent können sich ihre Wohnung gut leisten.

Für die Studie "Bezahlbarer Wohnraum" interviewte das Marktforschungsinstitut Usuma im Auftrag des Internetportals ImmobilienScout24 und des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) 1.510 Mieter in deutschen Großstädten ab 100.000 Einwohnern.

Wer in deutschen Großstädten zur Miete wohnt ist der Studie zufolge größtenteils zufrieden, hat aber auch die Befürchtung, seinen jetzigen Wohnstandard in der Rente nicht mehr halten zu können. 85 Prozent der Mieter sind mit ihrer aktuellen Wohnsituation zufrieden oder sehr zufrieden. Vor allem drei Faktoren tragen maßgeblich dazu bei: Die große Mehrheit (92%) nennt die Lage der Wohnung an erster Stelle. Bei 85 Prozent macht die Wohnungsgröße zufrieden und ebenfalls bei 85 Prozent die Zimmeranzahl. Also die Parameter, die jeder Mieter bei der Wahl seiner Wohnung und des Wohnumfelds selbst bestimmen kann.

Gedaschko: Größter Preistreiber bei den Wohnkosten sind die Energiepreise

Über 70 Prozent der Befragten sind mit ihrem Mietpreis zufrieden, 20 Prozent sogar sehr. Auch wenn 73 Prozent eine Steigerung der Betriebskosten und 43 Prozent eine Erhöhung der Kaltmiete in den vergangenen drei Jahren finanziell zu verkraften hatten. In angespannten Mietmärkten trifft letzteres sogar auf 53 Prozent der Mieter zu. Für Unmut sorgen lediglich die Nebenkosten. Mit Höhe und Entwicklung der monatlichen Ausgaben für Heizung und Warmwasser sind knapp die Hälfte (43%) der Mieter gar nicht einverstanden.

"Größter Preistreiber bei den Wohnkosten sind eindeutig die Energiepreise", so Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Sorge wegen Mieterhöhung bei Umzug bleibt

Auch wenn die große Mehrheit der Befragten mit der gegenwärtigen Wohnsituation zufrieden ist und sich die aktuelle Wohnung gut leisten kann (87%), sind die Mieter zunehmend verunsichert. 65 Prozent erwarten im Falle eines Umzugs eine Verschlechterung ihrer Wohnsituation (in angespannten Mietmärkten: 70%).

64 Prozent gehen sogar davon aus, keine gleichwertige Wohnung zum selben Mietpreis zu bekommen. Diese Befürchtung ist in angespannten Mietmärkten stärker ausgeprägt. Hier gehen zehn Prozent mehr der Befragten (74%) davon aus, dass sie keine gleichwertige Wohnung zum selben Mietpreis bekommen.

Immerhin 68 Prozent der Befragten erwägen zurzeit keinen Umzug (in angespannten Mietmärkten: 73%), da nach einem Umzug die Miete in jedem Fall teurer ist. Befürchtungen der Mieter gibt es auch im Hinblick auf das Rentenalter. 42 Prozent sind der Ansicht, dass sie sich eine Miete wie heute nicht mehr leisten können (in angespannten Mietmärkten: 48%).

80 Prozent der Befragten gaben an, dass der Staat den sozialen Wohnungsbau stärker fördern sollte. 74 Prozent befürchten, dass die "kleinen Leute" aus den angesagten Vierteln verdrängt werden. Mehr als 70 Prozent vertreten die Meinung, dass Neubauwohnungen zu teuer sind und rund 50 Prozent, dass die Politik keine guten Rahmenbedingungen für Neubau schafft.

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