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8,5 Prozent weniger Zwangsversteigerungen in 2014

Grund für den Rückgang der Zwangsversteigerungen ist die hohe Nachfrage
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Zahl der Zwangsversteigerungen bei deutschen Amtsgerichten ist weiter gesunken. Im Jahr 2014 seien knapp 44.000 Gerichtstermine angesetzt worden, wie der Fachverlag Argetra aus Ratingen mitteilt. Das sind 8,5 Prozent weniger als 2013. Insgesamt kamen Immobilien für rund sieben Milliarden Euro (minus fünf Prozent) unter den Hammer.

Aufgrund der gestiegenen Immobilienpreise hätten die Durchschnittswerte pro Immobilie allerdings deutlich um fast vier Prozent auf gut 161.000 Euro zugelegt.

Für 2015 wird kein weiterer spürbarer Rückgang der Zwangsversteigerungszahlen erwartet. Vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern sei die Finanzierung keineswegs ohne Risiko. 2013 kamen rund 14.000 weniger Immobilien unter den Hammer als noch 2012.

Hohe Nebenkosten zum Beispiel für die Grunderwerbssteuer zehrten oft das Eigenkapital auf, und die Banken müssten stärker in die Finanzierung einsteigen. Bereits 2014 stieg der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser an der Gesamtzahl der Zwangsversteigerungen von gut 37 auf gut 39 Prozent.

In fast allen Bundesländern kamen weniger Immobilien unter den Hammer. Dennoch unterscheiden sich die Zahlen regional stark: So gab es in Sachsen-Anhalt - bezogen auf je 100.000 Haushalte - fast drei Mal so viele Zwangsversteigerungen wie in Baden-Württemberg.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Zwangsversteigerung

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