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84 Prozent der Makler rechnen mit weniger Aufträgen durch Bestellerprinzip

21 Prozent der Makler sehen ihre Existenz gefährdet
Bild: Michael Bamberger

84 Prozent der Immobilienmakler rechnen damit, dass die Einführung des Bestellerprinzips am 1. Juni zu weniger Aufträgen von Vermietern führt. Gleichzeitig sehen sie aber auch die Chance, dass die Veränderung einen positiven Effekt auf das Image der Branche haben könnte. Das zeigt eine Umfrage des Immobilienberaters Talocasa unter 300 Maklern. 59 Prozent glauben, dass die Courtage niedriger ausfallen wird, 21 Prozent sehen ihre Existenz gefährdet.

74 Prozent der Befragten glauben, dass es schwarze Schafe durch das Bestellerprinzip schwerer haben werden. Dass gute Makler trotz Bestellerprinzips erfolgreich sein werden, davon sind hingegen 78 Prozent überzeugt.

Hier zeigt sich allerdings auch, dass Makler großer Franchiseunternehmen wie Engel & Völkers oder Re/Max deutlich optimistischer sind als freie Makler. Während in der Gruppe der Franchisenehmer rund 69 Prozent der Meinung sind, dass das Bestellerprinzip dem Image der Branche nützen wird, teilen nur 43 Prozent der freien Makler diese Meinung.

Einer aktuellen Studie des Immobilienportals Immonet zufolge wirkt sich das Bestellerprinzip negativ auf die Attraktivität von Immobilien als Kapitalanlage aus.

Fortbildung, Werbung, Rabatte: Makler planen spezielle Aktionen

Um auch nach Einführung des Bestellerprinzips Kunden zu gewinnen, planen viele Makler spezielle Angebote wie Rabatt- oder Mailing-Aktionen (35 Prozent), vermehrte Anzeigenschaltung (27 Prozent) oder häufigere Akquise auf Messen und Veranstaltungen (25 Prozent).

18 Prozent gaben an, sich mehr fortbilden zu wollen. Auch hier zeigen sich Unterschiede zwischen Franchisenehmern und freien Maklern: Während bei den Franchisemaklern 29 Prozent Fortbildungen planen, sind es bei den freien Maklern 13 Prozent. Mehr Akquise auf Veranstaltungen wollen 37 Prozent der Franchisenehmer und 17 Prozent ihrer freien Kollegen umsetzen.

Makler befürchten durch Bestellerprinzip Nachteile für Mieter

Ob Franchise-Nehmer oder freier Makler – in einem Punkt ist sich die Branche einig: 71 Prozent sind der Überzeugung, dass die Bedingungen für Mieter sich durch das neue Gesetz verschlechtern werden. 76 Prozent fürchten, dass Vermieter die Courtage künftig trotz Bestellerprinzips zum Beispiel über Abschläge auf ihre Mieter umlegen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Makler

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