23.09.2014 | BNPPRE

76 Prozent mehr gewerbliche Transaktionen an europäischen B-Standorten

Auch asiatische Investoren wiechen auf B-Standorte aus
Bild: PhotoDisc Inc.

Das Transaktionsvolumen an den gewerblichen Sekundärmärkten in Europa ist im ersten Halbjahr 2014 verglichen mit dem Vorjahr um 76 Prozent gestiegen, wie eine Studie von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zeigt. Die B-Standorte haben ihren Anteil am Gesamt-Investmentvolumen damit auf 16 Prozent gesteigert und sind auch bei asiatischen Anlegern in den Fokus gerückt.

Im Fokus der Analyse stehen acht Länder: Belgien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Rumänien, Spanien sowie zehn Städte: Amsterdam, Barcelona, Brüssel, Bukarest, Dublin, Luxemburg, Madrid, Mailand, Rom und Warschau.

Die untersuchten Sekundärmärkte erreichten mit 12,8 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2014 bereits das Ergebnis der ersten neun Monate des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum stieg das Investitionsvolumen in den Kernmärkten um 22 Prozent auf insgesamt 54 Milliarden Euro.

Die betrachteten B-Standorte haben den Anteil am europäischen Investitionsvolumen auf 16 Prozent gesteigert (Vorjahreszeitraum: 11 Prozent), während der Anteil von Deutschland, Frankreich und Großbritannien (Kernmärkte) stabil bei 69 Prozent blieb.

Insgesamt bleibt das Investitionsvolumen in gewerbliche Immobilien europaweit hoch. Es beläuft sich bisher auf 79 Milliarden Euro (+21 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013), und das nach einem bereits lebhaften Vorjahr.

Plus von 244 Prozent bei Einzelhandelsinvestitionen
Büro- und Einzelhandelsobjekte sind bei Investoren weiterhin am meisten gefragt. Mit einem Plus von 244 Prozent bei den Einzelhandelsinvestitionen erreichten die Sekundärmärkte ein herausragendes Ergebnis. Sie konnten ihren Anteil im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zur Vorperiode verdoppeln.

Die schnellen Zuwächse beim Investitionsvolumen für gewerbliche Immobilien in den Sekundärmärkten basieren auf einer deutlich erhöhten Zahl an Großdeals (über 100 Millionen Euro. Sie konnten ihr Volumen im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 verdoppeln und erreichen derzeit einen Anteil von 47 Prozent gegenüber 41 Prozent im Vorjahreszeitraum. Damit liegen sie beinahe gleichauf mit der Entwicklung in den Kernmärkten (49 Prozent).

Anteil ausländischer Investitionen erreicht Allzeithoch

Der Anteil ausländischer Investitionen in Sekundärmärkte hat sich im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zur Vorperiode nahezu verdoppelt und erreichte den höchsten Wert aller Zeiten (69 Prozent am Investitionsvolumen gegenüber 60 Prozent im ersten Halbjahr 2013).

Asiatische Investoren, die bisher ausschließlich in Kernmärkte wie London oder Paris investierten, diversifizieren ihre Investments und haben nun auch B-Standorte im Blick. Ende Juni 2014 erreichten sie einen Anteil von neun Prozent am gesamten ausländischen Investitionsvolumen und gleichen damit die Abwesenheit von Investoren aus dem Nahen Osten aus.

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