19.12.2013 | Wealthcap-Studie

Geschlossene Fonds: 76 Prozent der Anleger achten auf Objekt- und Standortqualität

Die Leistungsbilanz des Anbieters hat einen hohen Stellenwert
Bild: Haufe Online Redaktion

Die wichtigsten Auswahlkriterien für eine Beteiligung an geschlossenen Immobilienfonds sind für 76 Prozent der Teilnehmer einer Wealthcap-Studie die Objekt- und Standortqualität. Mit 60 Prozent ist die Leistungsbilanz und die Historie des Anbieters das zweitwichtigste Kriterium.

Ein-Objekt-Fonds werden weiter bevorzugt (41,7 %), sinken aber in der Bedeutung im Vergleich zum Vorjahr (53,8 %). Multi-Tenant-Objekte (49,4 %) stehen in der Rangordnung weiter deutlich vor Single-Tenant-Objekten (14,5 %). Für Vertriebe und Produkteinkäufer stehen Qualitätskriterien weiter im Fokus.

Erwartungen an Ausschüttungen gehen eher zurück. Nachhaltige Fondskonzepte mit tragfähiger Prognose über die Laufzeit werden bevorzugt. Eine geringere Tilgung wird ebenso in Kauf genommen. Erhöhte Inflationsannahmen werden von der überwiegenden Mehrheit nicht erwartet.
Bei Büroimmobilien werden Ausschüttungen jenseits von fünf Prozent weiterhin nur etwa von einem Drittel der Studienteilnehmer erwartet. Bei Shopping-Centern ist ein deutlicher Abfall der Renditeerwartungen zu verzeichnen. Rund ein Viertel erwartet Renditen von sechs oder mehr. Im Vorjahr waren es mehr als 40 Prozent. Bei Logistikimmobilienfonds wünscht sich weiterhin rund zwei Drittel Ausschüttungen von sechs Prozent oder mehr.

Mehr als 50 Prozent der Studienteilnehmer erwarten nach in Kraft treten des KAGB nur noch die Hälfte der zuvor aktiven Initiatoren am Markt. Jeder Fünfte rechnet damit, dass 75 Prozent oder mehr Emissionshäuser verschwinden werden. 85 Prozent der Befragten halten die Regulierung für vorteilhaft.

An der Studie haben rund 100 Personen aus unterschiedlichen Vertriebssparten, darunter Geschäftsbanken, Sparkassen und Vermögensverwalter, teilgenommen. Das Platzierungspotenzial der Teilnehmer im Bereich geschlossener deutscher Immobilienfonds beläuft sich auf rund 684,5 Millionen Euro. Damit decken die Studienteilnehmer rund 22 Prozent des Gesamtmarktes für geschlossene deutsche Immobilienfonds ab.

Schlagworte zum Thema:  Geschlossene Immobilienfonds, Immobilienfonds, Studie, Immobiliendienstleister

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