Immobilienunternehmen rechnen sich große Chancen durch Digitalisierung und die neuen Technologien aus Bild: Corbis

Die deutsche Immobilienbranche zeigt im aktuellen Trendbarometer der Berlin Hyp großes Interesse an der Digitalisierung. 91 Prozent der 120 Umfrageteilnehmer stehen dem Thema positiv oder neutral gegenüber. 74 Prozent planen für die kommenden zwei Jahre ein konkretes Digitalisierungsvorhaben. Als Hauptgründe nannten die Unternehmen die Chancen, die sich aus den neuen Technologien ergeben, sowie Effizienzsteigerungen und Kostendruck.

Neun Prozent der Befragten sehen laut Berlin Hyp in der Digitalisierung ein Risiko. 26 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, keine Digitalisierungsvorhaben geplant zu haben – entweder weil sie diese bereits in den vergangenen Jahren initiiert haben oder weil sie die Digitalisierung noch nicht vorantreiben wollen.

Kosten und Wettbewerbsvorteile als Treiber der Digitalisierung

Neben den Chancen der Technologisierung, der Effizienzsteigerung und dem Kostendruck gaben die Unternehmen als Gründe für die Digitalisierung an, dass Kunden digitale Produkte und Dienstleistungen fordern, dass der Wettbewerbsdruck am Markt den Digitalisierungsprozess notwendig macht, oder dass vor- und nachgelagerte Unternehmen danach verlangen. Die Kunden wollen laut Umfrage vor allem mehr digitalen Austausch von Dokumenten und Informationen sowie schnellere Prozesse.

Hemmschwelle Datenschutz und Datensicherheit

Als größtes Hemmnis für die Digitalisierung sehen die befragten Unternehmen die Anforderungen an die Datensicherheit und den Datenschutz. Auch Schwierigkeiten bei der Umstellung bestehender IT-Systeme sowie die Unsicherheit bei der Nutzung von Technologien und Innovationen machen die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben schwer.

An Finanzierungsmöglichkeiten hapert es den Unternehmen laut Berlin Hyp nicht.

Crowdfunding und Kooperation mit FinTechs ganz oben auf der Wunschliste

Rund 65 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben außerdem an, dass eine zunehmende Digitalisierung des Finanzpartners sehr wichtig bis wichtig sei. Nur vier Prozent sehen keine Ansatzpunkte für eine Digitalisierung der Finanzbranche.

Produkte wie Crowdfunding und die Kooperation mit FinTechs stehen wiederum ganz oben auf der Wunschliste der befragten Immobilienexperten. Für die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft spielt die Gründung von Hightech-Unternehmen eine große Rolle.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Digitalisierung

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