21.07.2015 | immowelt.de

64 Prozent der Vermieter für Bestellerprinzip

Jeder zehnte Eigentümer überließ die Mietersuche komplett dem Makler
Bild: Haufe Online Redaktion

Seit dem 1. Juni muss ein Vermieter, der einen Makler beauftragt, die Kosten dafür selbst tragen. Dem Onlineportal immowelt.de zufolge sprechen sich dennoch 64 Prozent der Vermieter für das Bestellerprinzip aus. Dabei erwarten sechs von zehn Vermietern, dass der Makler von der Anzeigenschaltung bis hin zur Wohnungsübergabe sämtliche Aufgaben übernimmt.

Grund für die Zustimmung könnte immowelt.de zufolge sein, dass bereits vor der Einführung des Bestellerprinzips knapp jeder zweite Vermieter (49 Prozent) ohne Makler einen neuen Mieter für die eigenen vier Wände suchte. Weitere 23 Prozent beauftragten nur bei Bedarf einen Makler. Jeder zehnte Eigentümer überließ die Mietersuche komplett dem Makler.

Die meisten Vermieter erwarten laut immowelt.de neben der Übernahme aller Aufgaben auch, dass ein Makler bei der Wahl der Mieter gute Menschenkenntnisse beweist und den Papierkram rechtzeitig und rechtssicher erledigt (je 60 Prozent).

Die Mehrheit der Makler (56 Prozent) hat ihr Geschäft bereits an die neuen Bedingungen angepasst. Das geht aus einer Umfrage von Immowelt unter 500 Maklern hervor. Eine wesentliche Rolle spielt demnach die Präsentation der eigenen Leistungen: Durch transparente Angebote und stärkere Kommunikation wollen die Makler zeigen, dass die Provision gerechtfertigt und kein leicht verdientes Geld ist.

Neben dem Bestellerprinzip ist seit dem 1. Juni auch die Mietpreisbremse rechtskräftig. Eingeführt wurde sie bislang in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern, weitere Bundesländer werden folgen. Wie immowelt.de berichtet, ist die Mehrheit der Vermieter (68 Prozent) mit der Mietpreisbremse einverstanden. 64 Prozent sind demnach der Meinung, dass Vermietern die Mietpreisbremse zumutbar ist.

Dass große Mietanstiege durch die Mietpreisbremse merklich gebremst werden, glaubt jeder fünfte Vermieter. 42 Prozent gehen der Umfrage zufolge davon aus, dass es nach der Einführung "Schlupflöcher" geben wird, um höhere Mieten durchzusetzen. Jeder dritte Vermieter (32 Prozent) gab an, dass Mieter durch das neue Gesetz finanziell nicht entlastet werden, sechs Prozent befürchten, dass es den Mietanstieg weiter vorantreibt.

Die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) ist der Meinung, dass das neue Gesetz keine wirkliche Lösung gegen den Wohnungsmangel ist.

Für die Umfrage wurden 514 Vermieter befragt.

Weitere Informationen zur Mietpreisbremse und dem Bestellerprinzip finden Sie unter news.immowelt.de.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bestellerprinzip

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