17.09.2014 | immowelt.de

50 Prozent der Mieter zahlen mehr für sanierte Wohnungen

26 Prozent versuchen, die Heizkosten selbst niedrig zu halten
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Hälfte der Mieter in Deutschland würde für eine energetisch sanierte Wohnung mehr Miete zahlen. Das zeigt eine aktuelle Studie von immowelt.de. Besserverdiener, die generell bereit sind, für eine sanierte Wohnung mehr Miete zu bezahlen, wollen im Gegenzug bei den Heizkosten sparen.

Bei 40 Prozent der Besserverdiener soll die Heizkostenersparnis das Plus bei der Miete zumindest wieder ausgleichen. Für 60 Prozent muss die Ersparnis sogar höher ausfallen als die zusätzliche Miete. Unter dem Strich mehr bezahlen würde keiner von ihnen.

Wer für sanierten Wohnraum trotz möglicher Heizkosteneinsparungen nicht mehr Miete zahlen will, hat seine Gründe: 27 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass ihre Miete ohnehin schon hoch genug ist und die Kosten für eine Modernisierung damit abgegolten sein sollten. Ebenso viele sagen, dass die eigene Wohnung bereits ausreichend gedämmt ist.

76 Prozent der Verbraucher wünschen sich mehr Transparenz und Kostenkontrolle bei der Heizkostenabrechnung, wie eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa zeigt.

Jeder vierte Befragte (26 Prozent) versucht, die Heizkosten lieber selbst niedrig zu halten, statt pauschal jeden Monat mehr Miete zu zahlen. Weitere neun Prozent lehnen eine zusätzliche Dämmung ab, weil sie diese für ungesund halten und Schimmelbildung befürchten.

Wird eine Wohnung neu saniert, hat der Mieter allerdings keine andere Wahl, als eine Mieterhöhung in Kauf zu nehmen. Laut Gesetz können Vermieter elf Prozent der Kosten für energetische Sanierungen auf die Jahresmiete aufschlagen.

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