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Trendbarometer: 45 Prozent finden Immobilienstandort Deutschland sehr attraktiv

Den Einzelhandelssektor beurteilten die Befragten positiver als noch vor einem Jahr - trotz Online-Shopping.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Attraktivität des deutschen Immobilienmarkts steigt weiter: In der jährlichen Umfrage von EY Real Estate (Trendbarometer-Immobilieninvestmentmarkt) unter rund 130 Immobilieninvestoren bezeichnen 45 Prozent der Befragten den Standort Deutschland als sehr attraktiv – vor einem Jahr lag der Anteil nur bei 32 Prozent.

Weitere 51 Prozent schätzen den Standort Deutschland als attraktiv ein. Auch die Preise sollen weiter steigen. Für Wohnimmobilien beispielsweise erwarten die Investoren höhere Kaufpreise: Bei A-Standorten gehen 62 Prozent der Investoren von steigenden Preisen aus (Vorjahr: 58 Prozent), bei B-Standorten erwarten immerhin 57 Prozent der Investoren eine Verteuerung (Vorjahr: 56 Prozent).

87 Prozent der Befragten prognostizieren zudem, dass internationale Investoren ihren Anteil am Transaktionsvolumen vergrößern werden. Dabei rechnen 88 Prozent der Investoren insbesondere mit zunehmender Konkurrenz aus Asien. Gleichzeitig interessieren sich deutsche Anleger aber auch für Investitionen im Ausland, wo höhere Renditen locken.

Nachdem das Volumen von Immobilientransaktionen in Deutschland im Jahr 2014 bereits um etwa 19 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro gestiegen ist, rechnen die Investoren im kommenden Jahr mehrheitlich (57 Prozent) mit weiter zunehmenden Aktivitäten auf dem deutschen Immobilienmarkt. 59 Prozent halten auch großvolumige Transaktionen weiterhin für möglich. Darüber hinaus rechnen die Befragten mit weiteren Konsolidierungen von Immobiliengesellschaften. 

Sekundäre Bürolagen holen auf

45 Prozent aller Befragten rechnen mit steigenden Kaufpreisen von Büroimmobilien in 1B-Standorten, im Vorjahr waren es noch 33 Prozent. Büroimmobilien in A-Lagen werden sich hingegen nach Meinung von 54 Prozent 2015 auf dem aktuellen Preisniveau stabilisieren.

Im Segment der Einzelhandelsimmobilien sind die Investoren zuversichtlicher als im Vorjahr. 48 Prozent aller Befragten prognostizieren steigende Kaufpreise für Einzelhandelsimmobilien in Premiumlagen, 41 Prozent erwarten diese auch in B-Lagen.

21 Prozent bezeichnen Berlin als attraktivsten deutschen Standort für Investitionen in Wohnimmobilien, gefolgt von Frankfurt mit 14 Prozent. Bei Büroimmobilien haben hingegen Hamburg und München (jeweils 17 Prozent) die Nase vorn, während bei Einzelhandels­immobilien Berlin und Hamburg (jeweils 17 Prozent) im Fokus der Investoren stehen. 63 Prozent der befragten Investoren gehen nicht davon aus, dass die Mietpreisbremse die Renditen großer Bestandshalter negativ beeinflussen wird.

Schlagworte zum Thema:  Umfragen, Investor, Analyse

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