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Weltweit stehen 340 Milliarden US-Dollar investierbares Kapital bereit

Führender Zielstandort bleiben die USA mit 44 Prozent des Gesamtkapitals
Bild: Haufe Online Redaktion

Das für Investitionen in Gewerbeimmobilien in 2014 vorgesehene Kapital hat sich mittlerweile auf 340 Milliarden US-Dollar erhöht. Das ist ein Anstieg von sechs Prozent im Halbjahresvergleich, wie eine Analyse von 3.000 Fondsmanagern und anderen Investoren durch DTZ Research zeigt.

Den stärksten regionalen Zuwachs an freien Mitteln verbuchte mit elf Prozent die Region Asien/Pazifik, wobei mehr als 90 Milliarden US-Dollar für Investitionen in dieser Region selbst vorgesehen sind. Nord- und Südamerika bleiben auch im Jahr 2014 die führende Zielregion, hierhin sollen nahezu 130 Milliarden US-Dollar fließen.

Im Vergleich zu den anhaltend niedrigen Zinsen auf Staatsanleihen bietet der globale Immobilienmarkt relativ attraktive Renditen. Im letzten Halbjahr wurden weitere 24 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital eingeworben, wobei auf Fondsmanager, die das Kapital Dritter verwalten, 64 Prozent der Summe entfielen. Bei der geplanten Allokation des Kapitals nach Nutzungsart, Zielland oder Fondsstruktur konnten Einzelhandelsinvestitionen ihren Anteil von 21 auf 28 Prozent steigern und beim für US-Investitionen vorgesehenen Kapital gab es einen geringfügigen Zuwachs von 43 auf 44 Prozent.

Anteil eingeworbenen Kapitals erhöht sich auf 55 Prozent

Unterdessen hat sich der Anteil des eingeworbenen Kapitals, das für Investitionen in einem einzigen Land bestimmt ist, von 53 Prozent im vergangenen Halbjahr auf nunmehr 55 Prozent erhöht. Führender Zielstandort bei der Einzelländerallokation bleiben die USA mit 44 Prozent des Gesamtkapitals. Die nächstwichtigsten Schwerpunktländer sind China und Großbritannien mit jeweils neun Prozent. Zu den weiteren APAC-Ländern, die für Investments attraktiv sind, zählt Japan (6 %), dessen konjunkturelle Erholung und gestiegene Liquidität anziehend auf Fonds wirkt.

Knapp 60 Prozent des Kapitals entfallen auf Non-Core-Objekte

Von dem für Europa vorgesehenen Kapital entfallen annähernd 60 Prozent auf Non-Core-Investitionsmöglichkeiten, wohingegen weniger als ein Drittel auf Core-Objekte abzielen. Angesichts der intensiven Konkurrenz der Investoren um Core-Objekte rechnet DTZ künftig mit einer Zunahme an Aktivitäten der Non-Core-Fonds auf B-Märkten und in B-Lagen.

Ungeachtet des relativ starken Zuwachses bei neuem Kapital zeigen die Untersuchungsergebnisse kaum Veränderungen bei den Kapitalquellen und den Investitionszielen. Fondsmanager für Dritte dominieren weiterhin das Feld, gefolgt von börsennotierten Unternehmen und Institutionellen mit jeweils 15 Prozent. Nach wie vor liegt der Schwerpunkt für Fonds auf der Diversifizierung in mehrere Immobiliensektoren (77 % des verfügbaren Kapitals). Bei denjenigen Fonds, die sich auf nur einen Immobiliensektor konzentrieren, stieg die Ausrichtung auf Einzelhandelsobjekte auf mittlerweile knapp 30 Prozent des Kapitals, gefolgt von Wohnimmobilien mit einem Anteil von 25 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Expo Real

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