18.08.2015 | Marktanalyse

2,6 Prozent mehr genehmigte Wohnungen im 1. Halbjahr

Laut Statistischem Bundesamt hält der Bauboom in Deutschland an. Der Verband GdW sieht jedoch Rückschritte.
Bild: Wilhelmine Wulff ⁄

Im ersten Halbjahr 2015 wurden 2,6 Prozent mehr Wohnungen neu gebaut oder umgebaut als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Dem Immobilienverband GdW ist das zu wenig: Er fordert Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen, um den Wohnungsbau anzukurbeln.

Von Januar bis Ende Juni 2015 wurde demnach der Neubau beziehungsweise Umbau von fast 140.400 Wohnungen genehmigt. Das waren knapp 3600 Wohnungen mehr als im ersten Halbjahr 2014. Damit habe sich die seit dem Jahr 2010 anhaltende positive Entwicklung fortgesetzt, erklärte die Wiesbadener Behörde. Diese Zunahme resultierte vor allem aus einem Anstieg von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (plus 5,3 Prozent). Die Baugenehmigungen für Wohnungen in Einfamilienhäusern stiegen deutlich geringer an (plus 1,0 Prozent), für Wohnungen in Zweifamilienhäusern gab es sogar einen Rückgang um 4,7 Prozent.

Angesichts der Zahlen forderte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW erneut, den Wohnungsbau zu forcieren. „Die Dynamik bei den Baugenehmigungen hat sich im ersten Halbjahr 2015 weiter abgekühlt. Um den Wohnungsbau in den stark nachgefragten Ballungsräumen wirksam anzukurbeln, müssen insbesondere die steuerlichen Rahmenbedingungen rasch verbessert werden. In den von starker Zuwanderung betroffenen Regionen ist zudem ein Sonder-Investitionsprogramm notwendig, um die dortige Notsituation zu entschärfen“, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Im ersten Quartal 2014 hatte das Plus gegenüber dem Vorjahr noch bei 15,3 Prozent gelegen.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau, Marktanalyse

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