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Catella: 25 von 76 Bürostandorten mit sinkenden Renditen

Büroimmobilien: Die höchsten Spitzenmieten lassen sich in Frankfurt registrieren.
Bild: Corpus Sireo

An 25 von 76 Bürostandorten ist laut einer Catella-Untersuchung mit weiter sinkenden Renditen zu rechnen. Mietsteigerungen werden ebenfalls an 25 Standorten erwartet. Aktuell liegen die höchsten Spitzenmieten in Frankfurt (38,50 Euro pro Quadratmeter), die geringsten in Schwerin (8,50 Euro pro Quadratmeter). Traditionell weist erneut München mit 3,8 Prozent die geringste Spitzenrendite aus, Solingen kommt auf 8,7 Prozent. 

Bei Büroimmobilien sind die Spitzenrenditen in den sieben untersuchten A-Standorten (München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf) demnach in den letzten zwölf Monaten um rund 45 Basispunkte gefallen. Im gleichen Zeitraum lag der Rückgang bei den zwölf untersuchten B-Standorten bei lediglich 21 Basispunkten, er war also gerade einmal halb so groß. An den 31 untersuchten C-Standorten wurde ein Rückgang um 14 Basispunkte festgestellt. Keine Preisänderung konnte in den 26 untersuchten D-Standorten dokumentiert werden.

„Diese vermeintlich lehrbuchhafte Entwicklung findet gleichwohl bei der Mietentwicklung einen Kontrapunkt“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Denn die größten prozentualen Mietsteigerungen fanden aktuell an den B-Standorten statt. Mit anderen Worten: Dort scheint die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine insgesamt höhere Wirkung zu entfalten als in den A- und C-Standorten.  

Ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil

Die hohe Nachfrage nach Büroimmobilien sorgt für weiter steigende Kaufpreise. B- und C-Standorte erleben diese Entwicklung zum Teil zeitlich versetzt. Die Mieten steigen, die Renditen sinken weiter. Aber: Die Lücke zwischen Mietentwicklung und Kaufpreisentwicklung wird messbar größer. Insgesamt versprechen die Büromärkte laut Catella 2016 ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil.

Schlagworte zum Thema:  Büromarkt, Analyse

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