17.12.2013 | KMPG-Umfrage

Rosige Zeiten: Transaktionsvolumen steigt 2014 auf 30 Milliarden Euro

Steigendes Transaktionsvolumen prognostiziert
Bild: Stockbyte

Branchenexperten erwarten auf dem deutschen Immobilienmarkt im Jahr 2014 weiterhin eine positive Entwicklung. Das ergibt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Knapp 80 Prozent der Befragten erwarten demnach für das neue Jahr einen Anstieg des gewerblichen Transaktionsvolumens auf rund 30 Milliarden Euro.

Befragt wurden Führungskräfte von mehr als 100 Immobilieninvestoren, Projektentwicklern, Bestandshaltern, Finanzierern, Asset-Managern und Maklern. An den Top-Standorten in Deutschland rechnen die Fachleute zudem mit zum Teil deutlich steigenden Mietpreisen auf dem Wohnungsmarkt.

Leichter Anstieg des gewerblichen Transaktionsvolumens erwartet

79 Prozent der Branchenexperten (Vorjahr: 61 Prozent) gehen davon aus, dass sich das gesamte Transaktionsvolumen im Jahr 2014 leicht erhöhen wird. Im gewerblichen Immobilienbereich wird mit einem Anstieg von rund 26 Milliarden in diesem Jahr auf knapp unter 30 Milliarden Euro im Jahr 2014 gerechnet.

Die optimistische Einschätzung der Branchenexperten dürfte sich hauptsächlich auf die volkswirtschaftlich verbesserte Lage in Deutschland und die daraus resultierende Stabilität für die Vermietungsmärkte gründen. Gedämpft wird die Entwicklung durch sinkende Renditen bei Core-Immobilien aufgrund des günstigen Zinsniveaus und des Kapitalanlagedrucks.

Mieten im Wohnbereich steigen sicher

Für 2014 rechnet fast jeder der Befragten mit höheren Mieten im Wohnbereich, jeder Fünfte geht sogar von einem deutlichen Anstieg der Mieten aus. Vor allem die befragten Wohnungsunternehmen äußern diese Erwartung.

Auch die Entwicklung der Mieten im Einzelhandel sehen zwei Drittel aus Investorensicht leicht positiv. Vorsichtiger ist die Erwartungshaltung im Büromarkt, wo mehr als 40 Prozent der Befragten eine leicht negative Mietentwicklung für möglich halten.

Rahmenbedingungen für Finanzierungen günstiger eingeschätzt

Mehr als 40 Prozent der Befragten erwarten eine problemlose (Anschluss-)Finanzierung von Immobilienerwerben. Damit hat sich die Erwartungshaltung gegenüber dem Vorjahr (12 Prozent) deutlich verbessert. Nachdem im Vorjahr über die Hälfte aller befragten Experten bei der Refinanzierung noch mit einer Forderung der Banken zur Erhöhung des Eigenkapitals (52 Prozent) auf der Seite der Darlehensnehmer rechneten, verringerte sich diese Erwartungshaltung auf unter 40 Prozent der Befragten.

Noch optimistischer schätzen interessanterweise die befragten Bankvertreter die Lage der Refinanzierung ein. Keiner der rund 100 Befragten geht davon aus, dass es 2014 zu einer Schlüsselübergabe an den Darlehensgeber kommen wird.

Standort Deutschland wirkt sich positiv aus

Als stärksten positiven Einflussfaktor auf die langfristige Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland bezeichnen mehr als 30 Prozent der Befragten den Standortvorteil Deutschlands. Den negativsten Einfluss befürchten fast ebenso viele der befragten Immobilienexperten durch die zunehmende Regulierung.

Die Staats- und Eurokrise wird von nur noch rund 15 Prozent der Befragten als negativer Faktor genannt. Auch Energiewende und Mietpreisbremse werden nur von wenigen Befragten als die wichtigsten Einflussfaktoren für eine negative Entwicklung des Immobilienmarktes gesehen.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienbranche, Immobiliendienstleister

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