17.06.2016 | Bestellerprinzip

Makler darf kein Geld für Wohnungsbesichtigung nehmen

Makler darf keine Besichtigungsgebühr verlangen
Bild: Haufe Online Redaktion

Immobilienmakler dürfen kein Geld für Wohnungsbesichtigungen verlangen. So hat das LG Stuttgart geurteilt und einem Makler untersagt, von Mietinteressenten Besichtigungsgebühren zu fordern.

Makler dürfen von Wohnungssuchenden keine Gebühren für Besichtigungen verlangen. Das hat das LG Stuttgart entschieden und einen Makler verurteilt, diese Praxis zu unterlassen. Er hatte von potenziellen Mietern knapp 35 Euro pro Besichtigung kassiert. Das Gericht sah im Handeln des Maklers sowohl einen Verstoß gegen das Wohnungsvermittlungsgesetz als auch einen Verstoß gegen UWG-Bestimmungen.

Der Mieterverein Stuttgart sowie die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hatten jeweils gegen den Immobilienvermittler geklagt. Dieser hatte den Standpunkt vertreten, als Dienstleister und nicht als Makler gearbeitet zu haben. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Entscheidend sei, welche Tätigkeit er ausübe und dies sei eine Maklertätigkeit.

(LG Stuttgart, Urteile v. 15.6.2016, 38 O 73/15 Kfh und 38 O 10/16 Kfh)

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienmakler, Bestellerprinzip, Makler

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