05.02.2013 | Bericht

Bilfinger-Chef Koch hält nichts von Frauenquoten

Koch: "Entscheidend ist ein ehrliches Bemühen der Führung"
Bild: Bilfinger

Roland Koch, Chef des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger, will keine Frauenquote einführen. Er glaube nicht an staatliche Quoten, sagte er der "Welt am Sonntag". Es gebe andere, bessere Möglichkeiten, um qualifizierte Frauen in den Unternehmen zu fördern.

"Ich glaube, dass es notwendig ist, die Debatte zu führen", so Koch in der "Welt am Sonntag". Entscheidend bei der Förderung von Frauen sei ein "ehrliches Bemühen der Führung". Wichtiger als der Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand sei außerdem, dass unter den gesamten Führungskräften möglichst viele Frauen seien. Außerdem müsse stärker auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet werden.

"Wenn solche Dinge berücksichtigt werden, ergibt sich die Frage nach Aufsichtsrat und Vorstand von selbst." Mit Blick auf die Sexismus-Debatte mahnte der frühere hessische Ministerpräsident mehr Sachlichkeit an. "Was wir brauchen, ist eine sachliche Diskussion – und keine Skandalisierung", sagte er. Ein lockerer Spruch müsse auch mal möglich sein, wenn er nicht aus mangelndem Respekt gemacht werde.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bauunternehmen, Frauenquote

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