"Suurstoffi Areal" im Kanton Zug: Hier ist das bislang höchste Holzhochhaus der Schweiz geplant Bild: Drees & Sommer SE

Die Zug Estates AG entwickelt in Risch Rotkreuz (Kanton Zug) einen Teil des neuen Campus der Hochschule Luzern (HSLU). Auf dem Baufeld 1 entsteht bis 2019 neben zwei anderen nachhaltigen Gebäuden ein Holzhochhaus mit 14 Stockwerken und einer Gesamthöhe von 60 Metern, das bisher höchste dieser Art in der Schweiz, ein weiteres Holzhochhaus und ein Betonbau. Drees & Sommer begleitet den Neubau der drei Campusgebäude mit Lean Construction Management.

Insgesamt sollen auf dem zehn Hektar großen "Suurstoffi Areal" 1.500 Bewohner und 2.000 Studierende eine Bleibe finden und mehr als 2.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die beiden ersten Bauetappen, in deren Rahmen rund 19.000 Quadratmeter kommerzielle Fläche erschlossen und 384 Wohnungen an die Nutzer übergeben wurden, sind abgeschlossen. Die Grundsteinlegung des Projekts fand am 22. Februar statt.

Die Holzhochhäuser und der dazwischenliegende Betonbau werden nach den Entwürfen der Arbeitsgemeinschaft Büro Konstrukt & Manetsch Meyer Dipl. Architekten ETH aus Luzern realisiert. Auf den zirka 42.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche der neuen Gebäude entsteht Platz für Unterrichtsräume der Wirtschafts- und Informatikdepartments der HSLU, außerdem sind Büro- und Retailflächen vorgesehen.

Drees & Sommer: Verknüpfung verschiedener Methoden

Durch Lean Construction Management will Drees & Sommer einen geregelten Bauablauf sicher stellen. Für den Neubau des Hochschulcampus wird eine Software eingesetzt, die eine integrierte Nutzung von Baulogistik, Building Information Modeling (BIM) und LCM ermöglicht.

"Potenzielle Risiken werden so deutlich schneller sichtbar, Termin-, Kosten- und Qualitätsziele können eingehalten werden", erklärt Paul Schneider, Senior Projektpartner der Drees & Sommer SE.

Prinzip "Zero-Zero": komplett CO2-freies Quartier

Das "Areal Suurstoffi" hat das Energiekonzept "Zero-Zero" zum Ziel: Das neue Quartier soll komplett CO2-frei sein. "Holz gilt im CO2-neutralen Bauen als besonders vorbildlich im Vergleich zu anderen Baustoffen", sagt Peter Diggelmann, der Generalplaner-Leiter der Suurstoffi Baufeld 1 GmbH.

Neben den Holzhochhäusern soll auch das Gartenhochhaus Aglaya mit den in die Fassade integrierten Pflanzen für eine positive Öko-Bilanz im Quartier sorgen. Außerdem hinzu kommen solare Nutzung, mehrere dynamische Erdwärmesonden-Speicher und ein Anergienetz des Areals.

Schlagworte zum Thema:  Hochhäuser, Campus, Projektentwicklung

Aktuell
Meistgelesen