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Kaiserlei-Umbau: Frankfurt und Offenbach einigen sich

Nach jahrzehntelangem Streit ziehen Frankfurt und Offenbach nun an einem Strang: Die Kommunen bauen den über ihre Grenzen reichenden Stadtteil Kaiserlei um. Am Montag wurde im Frankfurter Rathaus die Absichtsvereinbarung unterzeichnet.

Zirka 30 Millionen Euro soll es kosten, das etwa 40 Hektar große und weitgehend öde Grenzareal aufzumöbeln. Die Kosten wollen sich Frankfurt, das Land Hessen und der Bund teilen. "Das ist der Clou an der Geschichte", freute sich Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD). Seine Stadt muss sich nicht finanziell beteiligen.

Vorgesehen ist, den bisherigen Kaiserleikreisel durch zwei getrennt geführte Kreuzungen zu ersetzen. Außerdem sollen verschiedene Offenbacher Grundstücke auf einer Fläche von insgesamt 5.200 Quadratmetern für Gewerbebauten erschlossen werden. Frankfurt will diese Flächen für rund fünf Millionen Euro erwerben.

Offenbach übernimmt Kaiserleikreisel

"Es ist nicht nur ein guter Tag für beide Städte, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region", sagte die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Außerdem erhofft sie sich eine bessere Verkehrsanbindung für den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB).

Zusätzlich will die Mainmetropole einen verloren gegangenen Baukostenzuschuss in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro übernehmen. Die restlichen rund 24 Millionen Euro Projektkosten teilen sich der Bund und das Land Hessen. Die Stadt Offenbach wird das Geld ausschließlich für die Maßnahmen am Kaiserleikreisel verwenden - dafür erhält sie später die Gewerbesteuereinnahmen. Um die Entwicklung des gemeinsamen Stadtteils gab es seit dem Jahr 1999 immer wieder Streit zwischen den Nachbarstädten.

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