| Wohnen im Ikea-Stil

Inter Ikea plant Studentenwohnheime und Billighotels in Westeuropa

Bauen soll die Inter Ikea-Tochter LandProp
Bild: Helmut Stettin/Ikea

Inter Ikea, eine Schwestergesellschaft des schwedischen Möbelhauses, will Medienberichten zufolge in Westeuropa Studentenwohnheime und Billig-Hotels errichten - auch in Deutschland. Eines der Geschäftsfelder von Inter Ikea ist die Immobilienentwicklung.

Für die Studierenden habe man "ein intelligentes Einrichtungssystem" entwickelt, um die Zimmer für unterschiedliche Funktionen zu nutzen, sagte der zuständige Manager bei der Inter-Ikea-Tochter Landprop, Harald Müller laut Nachrichtenagentur dpa. Er hoffe, demnächst eine Vereinbarung über einen ersten deutschen Standort zu erzielen. Grundsätzlich seien alle Universitätsstädte interessant.

Bei der Entwicklung von sogenannten Budget-Design-Hotels habe sich das Unternehmen mit Partnern zusammengetan. Gesucht würden dafür unbebaute Grundstücke oder solche mit Abrissgebäuden. Darüber hinaus will Landprop auch ganze neue Stadtteile entwickeln. So sollen in London in der Nähe des Olympiaparks auf einem brachliegenden Industrieareal mehr als 1.000 Wohnungen, Büros, ein Hotel und Geschäfte entstehen. Auch in Deutschland seien dafür in großen Städten zum Beispiel freiwerdende Flächen in Bahnhofsnähe geeignet, sagte Müller.

Das Möbelgeschäft und die verwandte Gesellschaft, die Eigentümer sämtlicher Ikea-Markenrechte ist, wurden von Ikea-Erfinder Ingvar Kamprad gegründet, sind heute aber finanziell und operativ unabhängig voreinander. Für die Rechte am Markennamen des Möbelhauses hat Inter Ikea nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Samstag) im Rahmen einer internen Transaktion jüngst einen Betrag von neun Milliarden Euro aufgebracht. Dies ist sozusagen der Wert der Marke Ikea.

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Studentenwohnheim, Hotelimmobilie

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