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Die Lage auf dem Immobilienmarkt in Hamburg ist mehr als gut - was fehlt sind Baugrundstücke und Fachleute. Bild: YouTube

Der Immobilienwirtschaft in Deutschland geht es außergewöhnlich gut. Die Lage in der Hansestadt Hamburg ist sogar noch besser. Doch für manch realisierbares Projekt fehlen Fachleute und Baugrundstücke. Eine Unternehmerrunde mit Goldbeck, HWF, Instone, Project und Strabag.

Zum Roundtable-Gespräch trafen sich: René Kaldenhoven, Leiter der Goldbeck-Niederlassung Hamburg; Bernd Ringe, Teamkoordinator Immobilienservice und Projektentwicklung HWF, Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung; Albrecht Sonnenschein, Niederlassungsleiter Hamburg Instone Real Estate Development; Konstantin Klein, Geschäftsführer PROJECT Immobilien Hamburg GmbH; Matthias Pirschel, Niederlassungsleiter Hamburg Strabag Real Estate; Moderation: Jörg Seifert, Redaktion Immobilienwirtschaft.

Die aktuelle Situation in Hamburg ist sehr erfreulich

Herr Ringe, besser geht’s in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft auch aus Sicht der HWF fast nicht, oder?
Ringe: Das kann man wohl sagen. Die hohe Nachfrage nach Flächen durch öffentliche Unterbringung, Wohnungsbau und Gewerbe hat das Angebot deutlich verknappt.  

Wie, Herr Kaldenhoven, ist die Lage aus der bundesweiten Sicht Goldbecks?
Kaldenhoven: Wir haben sicherlich bestimmte Boom-Towns, wozu Hamburg und die Metropolregion Hamburg gehören. Aber aus Sicht des Gewerbebaus können wir sagen: In ganz Deutschland sieht es sehr positiv aus. Doch wir haben nun andere Herausforderungen: Wir suchen, wie wahrscheinlich jeder hier am Tisch, dringend nach guten Fachleuten.

Auch Strabag, Herr Pirschel?
Pirschel: Absolut! Auch wir suchen Mitarbeiter.

"Doch es stellt sich auch die Frage, wie lange es uns noch so gut ergeht?! Denn bei den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielt etwa die Zinslandschaft eine ganz entscheidende Rolle." Matthias Pirschel, Niederlassungsleiter Hamburg Strabag Real Estate

Viele Erfolge sind konjunkturabhängig und werden gar nicht von der Immobilienwirtschaft selbst erreicht.

Ist das, Herr Klein, auch die PROJECT-Wahrnehmung des Marktes?

Klein: Ja, grundsätzlich schon. Insgesamt profitieren aber auch wir als Projektentwickler und Bauträger von der Kapitalmarktsituation, die wir nun mal haben. Auch das Personalthema beschäftigt uns besonders bauseits.  

Wie blickt denn, Herr Sonnenschein, die neu formierte Instone Real Estate auf den aktuellen Markt?
Sonnenschein: Äußerst positiv. Die Marktsituation ist hervorragend.

"Unser Problem ist sowohl der Personalmangel als auch die Generierung von Grundstücken." Albrecht Sonnenschein, Niederlassungsleiter Hamburg Instone Real Estate Development

Die starke Verknappung insbesondere in den Ballungsräumen macht es richtig schwierig, qualifizierte Grundstücke zu bekommen. Auch bei den Eigentümern sind natürlich die Markt­gegebenheiten präsent. Deshalb erlebt man sich eher als Bittsteller denn als Partner auf Augenhöhe.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienwirtschaft, Hamburg, Immobilienmarkt

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