09.07.2015 | Top-Thema Immobilienbörsen

Gelassenheit beim Marktführer

Kapitel
Bleibt Immoscout auch künftig der Champion? Vieles spricht dafür ...
Bild: Haufe Online Redaktion

Immoscout gibt sich angesichts der Konkurrenz von unten gelassen. „Unsere Marke ist so stark, dass Menschen direkt nach unserer Seite suchen, anstatt Gattungsbegriffe zu googeln“, erklärt Barbara Wittmann.

Außerdem werde Immoscout aufgrund seiner Größe und Möglichkeiten Trendsetter bei digitalen Innovationen bleiben. Gerüchte aus der Branche, das Unternehmen wolle selbst als Makler aktiv werden, weist der Branchenprimus zurück. „Wir verfolgen ein digitales Geschäftsmodell und haben keine Ambitionen, Offline-Services anzubieten.“ In sozialen Medien hatte Immoscout zuletzt Vor-Ort-Services für private Eigentümer angeboten, etwa die kostenpflichtige Aufnahme von Fotos und Daten.
Maklern stößt ein solches Vorgehen auf, sie fürchten mittelfristig den Aufbau eines Franchise-Systems. Experten glauben nicht an eine solche Unternehmensstrategie: Das E-Business sei viel zu lukrativ, die physische Präsenz vor Ort zu aufwändig und kostspielig, um die Ausrichtung grundsätzlich zu ändern, heißt es unisono. Auch BVFI-Geschäftsführer Jürgen Engelberth nimmt die Immoscout-Angebote sportlich. „Ich sehe das eher als Ansporn für Makler“, sagt er.  „Eine Art qualifizierter Besichtiger zu sein, das reicht heute eben nicht mehr – wir müssen uns mit Klasse von der Masse abheben.“

Schlagworte zum Thema:  Immobilienmakler, Immobilienverkauf, Immobilienmarkt

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