07.03.2013 | Projekt

Ikea startet Möbelhaus-Bau in Lübeck

Das neue Möbelhaus ist willkommen: Das Ikea-Einkaufszentrum stößt auf weniger Gegenliebe
Bild: Helmut Stettin/Ikea

Am heutigen Donnerstag wird in Lübeck der Grundstein für ein Ikea-Möbelhaus und ein angeschlossenes Einkaufszentrum gelegt. Das schwedische Unternehmen investiert rund 120 Millionen Euro. Gegen das Shopping-Center haben zwei Nachbargemeinden Klage eingereicht.

Während das Einrichtungshaus in Lübeck hochwillkommen ist, sorgt das geplante Einkaufszentrum mit insgesamt rund 35.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für Zündstoff. Ursprünglich sollten dort typisch skandinavische Marken und Produkte angeboten werden, doch davon ist kaum noch was übrig geblieben. Dort sollen nach Angaben Ikeas unter anderem Lebensmittel, Schuhe, Bekleidung, hochwertiges Geschirr und Heimwerkerbedarf angeboten werden - wie auch in der Lübecker Innenstadt und den umliegenden Gemeinden.

Die ostholsteinischen Städte Bad Schwartau und Neustadt haben deshalb Klagen gegen den Bebauungsplan und gegen die Baugenehmigungen eingereicht. "Wir haben nichts gegen Ikea, aber wir fürchten, dass das Einkaufszentrum zu viel Kaufkraft aus Bad Schwartau abzieht", begründete der Bürgermeister von Bad Schwartau, Gerd Schubert (CDU), die Klage. Auch die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck hat Verständnis für das Vorgehen der Gemeinden. "Einige Händler im Umland könnten Probleme bekommen", so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kammer, Lars Schöning.

Positive Erfahrungen hat dagegen die Stadt Neumünster mit einem Designer Outlet Center vor ihren Toren gemacht. "Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt haben von der Eröffnung im September 2012 profitiert, man sieht viele auswärtige Autokennzeichen in der Stadt", sagte Oberbürgermeister Olaf Tauras.

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Einkaufszentrum, Shopping-Center, Möbelhaus

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