| Entwickler

Hochtief-Tochter Leighton korrigiert Gewinnerwartung nach oben

Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat ihre Gewinnerwartung für Juli bis Dezember 2011 angehoben: Es fielen Nachsteuergewinne von 270 Millionen australischen Dollar an, nicht 250 Millionen wie zunächst erwartet.

Einschließlich Kapitalgewinnen werde sich der Gewinn voraussichtlich auf 340 Millionen australische Dollar belaufen. Das höhere Ergebnis sei auf die besser als gedacht laufenden Geschäfte in Asien und Australien zurückzuführen, wie Leighton-Chef Hamish Tyrwhitt sagte.

Leighton gehört zu 54 Prozent Hochtief, das seit vergangenem Jahr von der spanischen ACS kontrolliert wird. Der Baukonzern war jahrelang Ertragsperle im Essener Hochtief-Konzern, hat aber ein schwieriges Jahr hinter sich, mit dem ersten Verlust im Geschäftsjahr 2010/11 (30. Juni) seit 25 Jahren. Der Aktienwert ging um mehr als ein Drittel zurück.

Hochtief rechnet weiter mit dreistelligem Millionenverlust

Leighton erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 jetzt 600 bis 650 Millionen Dollar Gewinn. Es stellt sein Berichtsjahr dann auf das Kalenderjahr um. Das endgültige Ergebnis für die sechs Monate bis Dezember wird am 13. Februar vorgelegt.

Trotz positiver Signale von Leighton rechnet der Essener Baukonzern Hochtief weiter mit einem dreistelligen Millionen-Verlust für das zurückliegende Geschäftsjahr. Hochtief gehe für das Jahr 2011 unverändert von einem Verlust von rund 100 Millionen Euro aus, sagte ein Sprecher am Montag in Essen.

Genaue Zahlen will Hochtief nach Beendigung der Arbeiten zum Jahresabschluss am 29. Februar vorlegen. Das Essener Unternehmen hatte seine Prognose im November vergangenen Jahres vor dem Hintergrund von Verzögerungen beim geplanten Verkauf der Flughafensparte nach unten korrigiert.

Aktuell

Meistgelesen