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Hochtief steigert operativen Gewinn um 46 Prozent

Bild: HOCHTIEF/Kleber

Der Baukonzern Hochtief hat den operativen Gewinn um 46 Prozent auf 252 Millionen Euro gesteigert, nach 173 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Wert übertrifft damit die Prognose, die von einem Gewinn zwischen 225 und 250 Millionen Euro ausgegangen war. Den Aktionären soll für 2014 eine Dividende von 1,90 Euro je Aktie (2013: 1,50 Euro) vorgeschlagen werden.

Das operative Ergebnis vor Steuern wuchs um 16 Prozent auf 644 Millionen Euro (2013: 557 Millionen Euro). Der Operative Free Cashflow hat sich um mehr als 500 Millionen Euro auf 322 Millionen Euro verbessert. Einschließlich der Verkaufserlöse aus Australien weist Hochtief erstmals seit 2010 wieder eine Nettovermögensposition aus: Diese beträgt 421 Millionen Euro.

Auftragslage entwickelt sich gut

Nach den Unternehmensverkäufen lag der Auftragseingang mit 21,5 Milliarden Euro (2013: 21,9 Milliarden Euro) auf einem soliden Niveau. In den Divisions Americas (plus 36 Prozent) und Europe (plus 18 Prozent) stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis kräftig an.

Die Leistung blieb mit 24,3 Milliarden Euro auf einem konstant hohen Niveau (2013: 24,6 Milliarden Euro). Der Auftragsbestand blieb mit 35,7 Milliarden Euro stabil. Der Konzern erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 22,1 Milliarden Euro (2013: 22,5 Milliarden Euro).

In Australien hat Leighton die Tochter John Holland und 50 Prozent des Servicegeschäfts
veräußert. Darüber hinaus hat Hochtief sowohl seine Anteile (50 Prozent) am Immobilienunternehmen Aurelis Real Estate als auch das Property-Management-Geschäft, das Offshore-Geschäft, den Wohnungsentwickler Formart und die Geschäftseinheit Projektservice von Streif Baulogistik verkauft.

Außerdem hat Hochtief seinen Anteil an Leighton für 615 Millionen Euro auf knapp 70 Prozent (von knapp unter 58 Prozent) aufgestockt. Die Erlöse aus den Unternehmensverkäufen in einem Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden Euro werden dazu genutzt, die Verschuldung weiter abzubauen, die Bilanz zu stärken und in neue PPP-Projekte zu investieren.

Hochtief Europe hat neben der bestehenden Gesellschaft Hochtief PPP Solutions drei neue operative Tochtergesellschaften Building, Infrastructure und Engineering gegründet. Diese vier Gesellschaften agieren nun eigenständisch unternehmerisch am Markt.

Konzernausblick

Für das Jahr 2015 rechnet Hochtief mit einem operativen Konzerngewinn von 220 bis 260 Millionen Euro, eine operative Steigerung um 15 bis 35 Prozent (2014: vergleichbarer operativer Konzerngewinn 190 Millionen Euro nach Unternehmensverkäufen).

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

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