25.02.2013 | Unternehmen

Hochtief-Chef Fernández Verdes will neue Strategie vorlegen

Verdes: "Profitabilität ganz oben auf der Liste"
Bild: Hochtief AG

Hochtief soll profitabler werden. Wie das geschehen soll, ist bislang unklar. Am kommenden Donnerstag (28.2.) will der neue Chef Marcellino Fernández Verdes seine Strategie etwa zur Restrukturierung des Europageschäfts vorlegen. Beobachter erwarten keine großen Überraschungen.

"Es ist nicht mit viel Neuem zu rechnen", sagte Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe. Hochtief plane schon seit längerem, die Restrukturierung des Europageschäfts. Nun müssten endlich Taten folgen. Auch der Verkauf des Flughafengeschäfts und der Immobilientochter Aurelis seien schon länger anvisiert.

Sein wichtigstes Ziel hatte der neue Hochtief-Chef bereits direkt nach seinem Amtsantritt verraten: Der Essener Baukonzern soll profitabler werden. Seine genaue Strategie werde er jedoch erst nach Abschluss einer laufenden Überprüfung vorlegen, hatte Fernández Verdes immer wieder angekündigt. Auch ACS-Chef Florentino Pérez hatte bereits vor rund einem Jahr keinen Zweifel daran gelassen, dass für den Großaktionär "Profitabilität" ganz oben auf der Prioritätenliste steht.

Mögliche Zerschlagung des Konzerns Ansage erteilt

Ein schnelles Wachstum des Unternehmens werde künftig nicht im Mittelpunkt stehen, hatte der neue Hochtief-Chef dagegen bereits angekündigt. Alle Anteilseigner von Hochtief erwarteten die Zahlung von Dividenden, hieß es in einer Mitteilung.

Einer möglichen Zerschlagung von Hochtief hatte Fernández Verdes in einer ersten Mitteilung nach seiner Ernennung jedoch eine Absage erteilt und hatte damit für Erleichterung bei Betriebsrat und Gewerkschaft gesorgt. Tausende von Hochtief-Beschäftigte könnten jedoch demnächst durch Verkäufe den Traditionskonzern verlassen. Weltweit beschäftigt Hochtief derzeit rund 80.000 Mitarbeiter.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 gehen Analysten von einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen aus. Im Jahr 2011 war Hochtief mit einem Verlust in Höhe von 160 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerutscht.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Baukonzern

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