23.06.2016 | Unternehmen

Gewofag erwirtschaftet Jahresüberschuss von knapp 20 Millionen und will 100 Stellen streichen

München: Studentenapartments der Gewofag im DomagkPark
Bild: Lukas Barth

Die städtische Münchner Wohnungsbaugesellschaft Gewofag hat im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss von 19,6 Millionen Euro erwirtschaftet, nach 19,7 Millionen Euro im Jahr zuvor. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" steht das Unternehmen jetzt vor einem Umbau und soll nach Empfehlung einer externen Beratungsfirma bis zum Jahr 2021 100 von insgesamt 800 Stellen streichen.

Betriebsbedingte Kündigungen oder Entlassungen soll es nicht geben, heißt es. Im Stadtgebiet München hat das Unternehmen im Berichtszeitraum 359 Wohnungen fertiggestellt und mit dem Bau weiterer 549 Wohnungen begonnen.

Die neuen Wohnungen sind vor allem im DomagkPark, an der Isoldenstraße in Schwabing-West und an der Rupertigaustraße in Ramersdorf entstanden. Insgesamt investierte die Gewofag 128 Millionen Euro in die Projekte. 414 Wohnungen wurden modernisiert und teilweise energetisch saniert. Dafür gab das Unternehmen rund 26 Millionen Euro aus.

Im laufenden und im kommenden Jahr baut die Gewofag nach eigenen Angaben im Durchschnitt jeweils rund 500 Wohnungen, vor allem an der Passauerstraße in Sendling-Westpark, in der Messestadt Riem und an der Hochäckerstraße in Ramersdorf-Perlach.

Ab 2018 will das Unternehmen jährlich im Durchschnitt rund 760 neue Wohnungen bauen. Mit Bauvorhaben am Dantebad (100 Wohnungen), an der Schittgablerstraße (45 Wohnungen) und an der Bodenseestraße (81 Wohnungen) beteiligt sich die Gewofag am Wohnungsbausofortprogramm „Wohnen für Alle“ der Landeshauptstadt München.

Wohnungsbestand und Durchschnittsmiete

Zum Stichtag am 31.12.2015 hat der Konzern 34.624 Wohneinheiten verwaltet. Davon 32.712 Wohnungen und 407 Gewerbeeinheiten mit rund zwei Millionen Quadratmetern im eigenen Bestand.

Die Wohnungsbestände umfassen 20.097 freifinanzierte (61 Prozent der Wohneinheiten) und 12.615 öffentlich geförderte Wohnungen (39 Prozent der Wohneinheiten). Bei einem entsprechend niedrigen Einkommen ist die Miete nicht höher als 6,25 Euro pro Quadratmeter bei Wohnungen, die größer sind als 50 Quadratmeter, beziehungsweise 6,50 Euro bei Wohnungen, die kleiner sind als 50 Quadratmeter.

Die durchschnittliche Nettomiete ohne Nebenkosten im Bestand des Gewofag-Konzerns betrug 2015 rund 6,90 Euro pro Quadratmeter (2014: rund 6,80 Euro pro Quadratmeter).

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