Das Geldwäschegesetz soll sich ändern: Nach einem Gesetzentwurf muss die Identifikation eines Kaufinteressenten zukünftig erst dann erfolgen, wenn ein ernsthaftes Interesse des Maklerkunden an der Immobilie besteht.

Der IVD-Mitte setzt sich seit Jahren dafür ein, den Zeitpunkt zur Identifikation des Maklerkunden so zu verlagern, dass nicht jeder beim Makler anfragende Interessent sofort nach seinem Ausweis gefragt werden muss. Dies hatte in der Vergangenheit zu großem Unmut von Immobilieninteressenten geführt. Nach den gesetzlichen Bestimmungen musste der Makler bislang spätestens beim ersten Besichtigungstermin die Daten aus dem Personalausweis des Anfragers aufnehmen. Dies auch dann, wenn sich schon während der Besichtigung herausstellte, dass dem Interessenten das Objekt gar nicht gefällt und er kein weiteres Interesse zeigt.

Geldwäschegesetz bedeutete für Makler viel Aufwand

Für den Makler entstand hierdurch ein hoher Verwaltungsaufwand. Kunden wiederum konnten nicht verstehen, dass sie bereits bei der ersten Besichtigung ihre Identität feststellen lassen mussten. Aufgrund der in der Praxis  gesammelten Erfahrungen mit der praktischen Handhabung der gesetzlichen Normen haben momentan die Regierungspräsidien in Hessen bereits eine Übergangsregelung erlassen, wonach der Identifizierungszeitpunkt nach hinten verschoben wird. Nunmehr hat auch die Bundesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Änderung des GWG beschlossen, der dann für alle Bundesländer in Deutschland gelten wird. Demnach soll die Identifikation zukünftig erst dann erfolgen, wenn ein ernsthaftes Interesse des Maklerkunden an der Durchführung des Kaufvertrags besteht.

Das Gesetz tritt voraussichtlich im Sommer in Kraft.

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