Das Büro Mecanoo Architecten (Niederlande) hat den Architekturwettbewerb zur Bebauung des geplanten Wohnquartiers im Projekt "Grand Central" in Frankfurt am Main gewonnen. Phoenix Real Estate und Groß & Partner entwickeln das Areal in Absprache mit der Stadt. Bis zu 600 Wohnungen sowie Gewerbeflächen und eine Kita sind geplant.

Das gemischt-genutzte Quartier zwischen Hafenstraße und Adam-Riese-Straße entsteht fußläufig zum Frankfurter Hauptbahnhof. Insgesamt entstehen hier zirka 55.000 Quadratmeter Wohnfläche, davon 16.500 Quadratmeter gefördert, eine Kita sowie 1.700 Quadratmeter Gewerbeflächen für Nahversorgung und Gastronomie. Die Wohnungen verteilen sich auf einen 140 Meter hohen Wohnturm und ein angrenzendes Nachbargebäude mit maximal 60 Meter Höhe. Baubeginn soll frühestens Ende 2020 sein.

Mecanoo hatte sich mit seinem Entwurf gegen die Frankfurter Architekturbüros Mäckler (zweiter Platz), HPP, Ferdinand Heide (jeweils ein dritter Platz) und NKBAK sowie das Berliner Büro Eike Becker und die dänischen Architekten Schmidt Hammer Lassen durchgesetzt.

"Die exponierte Lage am Hauptbahnhof und die hohe Visibilität des Wohnturms verlangen nach einem herausragenden Fassadendesign, welches wir bei Mecanoo sehr positiv bewertet haben." Ausloberinvertreter Jürgen Groß und Dr. Frank Lebsanft

Stadt Frankfurt begrüßt hohen Anteil an geförderten Wohnungen

Die Stadt Frankfurt zeigte sich zufrieden damit, dass in zentraler Lage beachtlich viel neuer Wohnraum entsteht, wovon 30 Prozent geförderte Wohnungen sein sollen.

"Mit diesem Projekt der Innenentwicklung werden Brachflächen sinnvoll genutzt, ohne zusätzliche Flächenversiegelung." Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef

Der neu entstehende Wohnkomplex ist Teil der größeren Projektentwicklung "Grand Central". Auf dem Areal befanden sich zuvor leerstehende Posthallen, die im Laufe des Jahres 2018 abgerissen wurden.

Konversion: Zunächst wird die neue DB-Unternehmenszentrale gebaut

Den Startschuss für die Konversion des urbanen Areals machte die Deutsche Bahn AG mit der Anmietung der neuen Unternehmenszentrale für die DB Netz AG, die bis Ende 2020 errichtet wird. Neben Wohnungen, Büros und einem Hotel sind auf dem Areal auch gastronomische Flächen geplant. Eine Fußgängerbrücke über die Hafenstraße soll das Quartier direkt mit dem Hauptbahnhof verbinden.

Mit der Realisierung des neuen Wohnquartiers soll nach Fertigstellung der Unternehmenszentrale für die DB Netz AG Ende 2020 oder Anfang 2021 begonnen werden.

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