22.12.2011 | Entwickler

Fashion Outlet Herrieden droht das Aus

Das bayerische Wirtschaftsministerium hat dem Vorhaben der Gemeinde Herrieden (Landkreis Ansbach) eine Absage erteilt. Das geplante Fashion Outlet sei nicht mit den Zielen der Landesplanung vereinbar.

Damit droht den Plänen für ein Fabrik-Verkaufszentrum im südlichen Mittelfranken das Aus. Auf dem Areal an der Autobahn Heilbronn-Nürnberg sollten 50 Läden mit einer Verkaufsfläche von rund 7.400 Quadratmetern und rund 400 Arbeitsplätzen entstehen.

Das Wirtschaftsministerium stuft das Fabrik-Verkaufszentrums aus landesplanerischer Sicht als bedenklich ein. Im Rahmen eines sogenannten Zielabweichungsverfahrens sei festgestellt worden, dass unter einem derart großen Einkaufszentrum vor allem der Einzelhandel in Ansbach, aber auch in den Städten Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Rothenburg ob der Tauber und Feuchtwangen leiden könnte. "Mit negativen Auswirkungen auf die verbrauchernahe Versorgung ist zu rechnen", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

Das Ministerium beruft sich bei seiner ablehnenden Haltung auf den bayerischen Landesentwicklungsplan, der genaue Vorgaben zur Lage und verträglichen Größe von Einzelhandelsprojekten enthalte. "Die Konzeption des 'Herrieden Fashion Outlet' widerspricht diesen Vorgaben deutlich", betonte das Ministerium in seiner Stellungnahme.

Gegen das Projekt hatte es Widerstände aus den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach gegeben. Die Oberbürgermeister diese Städte hatten mehrfach dagegen protestiert. Sie hatten davor gewarnt, ein solches Fabrikverkaufs-Zentrum würde massiv Kaufkraft aus dem Großraum Nürnberg abziehen. Damit drohe für manche Geschäfte das Aus; die Innenstädte verlören damit ihren Charakter als lebenswerte Stadtzentren. Für das Projekt hatten sich 22 Bürgermeister aus dem südlichen Mittelfranken ausgesprochen.

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